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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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fuhr Griffith fort;gedenkt unseres Vertrages und Eures Amtes ist's nun nicht Zeit, das Schiff zu wenden? was träumt Ihrhier noch länger?"

Der Lvotse legte seine Hand auf den ansgestreckten Arm desLieutenants und druckte ihn krampfhaft.

Es ist ein Traum, der zur Wirklichkeit werden will," ant-wortete er.Ihr seid jung, Mr. Griffith, und auch ich habe dieMittagshöhe des Lebens noch nicht überschritten; aber solltet Ihrauch noch fünfzig Jahre länger leben nie werdet Ihr schauen,»immer erfahren, was ich in dem kurzen Zeiträume von drei unddreißig Jahren erlebt habe!"

Nicht wenig erstaunt über diesen Ansbruch von Gefühl, derin einem solchen Augenblick besonders auffallend erscheinen mußte,war der junge Seemann in Verlegenheit um eine passende Ant-wort; doch da der Dienst seine Gedanken jetzt ausschließlich be-schäftigte, so kehrte er wieder zu dem Thema zurück, das ihn ammeisten anzog:

Ich hoffe, Ihr habt Euch eine tüchtige Erfahrung an dieserKüste gesammelt," sprach er;das Schiff treibt rasch dahin, unddas Tageslicht zeigte uns schon so vielerlei Gefahren, daß unsereZuversicht gerade jetzt in der Dunkelheit eben nicht znnehmenkann. Wie lange sollen wir diesen Kurs noch beibehalten?"

Der Lootse verließ langsam den Rand des Schiffes, und gingans den Kommandanten der Fregatte zu, während er mit einemAusdrucke von Trauer in der tief bewegten Stimme antwortete:

Nun denn, so ist Euer Wunsch erfüllt, denn viele, sehr vieleZeit meines früheren Lebens verlebte ich an dieser gefürchtetenKüste. Was Euch finster und dunkel erscheint, das ist für mich soklar, als ob die Mittagssonne darüber glänzte. Doch wendet jetztdas Schiff, Sir, wendet das Schiff; ich wollte erst sehen, wiecs arbeitet, che wir den Punkt erreichten, wo es sich gut haltenmuß, wenn nicht Alles verloren sein soll."