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Fünftes Kapitel.
ES steigt das Schiff! Jetzt, Jungen, stoßt vom Land!
Lied.
Oriffiths außerordentliche Thätigkeit, die sich rasch auch derMenge mittheiltc, wurde durch einen plötzlichen Umsprnng in demStande des Wetters hervorgernfcn. Statt des oben erwähntenLichtstreifs, der sich scharf gegen den Horizont abgränzte, zeigtesich nun eine ungeheure leuchtende Nebclmasse, die mit Blitzes-schnelle über den Ocean hereinbrach, mährend ein fernes, aberdeutliches Brausen das sichere Herannahen des Sturmes verkündete,der schon so lange die Gewässer beunruhigt hatte. Unaufhörlichdonnerte Griffith durch das Sprachrohr seine Befehle, und triebdurch seinen Ruf die Mannschaft zur Eile; aber aneü er schwiegzuweilen und warf manch' ängstlichen Blick gegen Osten, von woder Sturm mit aller Macht herannahte. Selbst die Gesichter derMatrosen, die an den Raaen hingen und emsig damit beschäftigtwaren, die Reffseisinge zusammenznknüpfe» und die Beschlagbänderdnrchznziehen, um die nnlcnksamen Segel in den vorgeschriebenenSchranken zu halten — waren instinktartig nach der nämlichenHimmelsgegend hingewendet.
Unter dieser wirre», geschäftigen Menge, wo eine Stimme dieandere übertöntc, und Ruf auf Ruf in rascbem Wechsel sich folgte,schien der Lootse allein an dem ernsten Drama, das nun beginnensollte, keinen Antheil zu nehmen. Die Angen fest auf den sichheranwälzenden Nebel geheftet, die Arme in vollkommener Ruheüber einander geschlagen, stand er, kalt und gelassen des Erfolgeswartend.
Das Schiff war von dem Winde abgefallen, und bot, jetztvöllig nnlenksam geworden, seine Breitseite der anschwellendcn See-bar; die Segel waren bereits so weit eingcrefft, als die Sicherheitcs nothwendig machte — da plötzlich rauschte das schwere Raffeln