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„Tolle Musik das, Mr. Merry."
„So toll, daß ich nicht darnach tanzen konnte, Sir," ant-wortete der Kadett. „Auch glanb' ich fast, es ist nicht ein einzigerMann auf dem ganzen Schiff, der nicht lieber chie Maid, die ichin der Heimath ließ', als dieses jämmerliche Geächze mit an-hören mochte."
„Was für ein Geächze meinst du, Knabe? Ans dem Schiffist's ja so still, wie bei einer Qnäckcrversammlnng zu Jersey, ehedein guter, alter Großvater die behagliche Stille mit seiner voll-tönenden Stimme zu unterbrechen pflegte."
„Ei lacht wie Ihr wollt, Mr. Griffith, über meine friedlicheAbstammung," enviederte der schalkhafte Junker; „doch vergehtja nicht, daß auch noch in andern Adern eine ähnliche Mischungsich findet. — Ich wollte, ich könnte eines von des guten AltenLiedern hören, so wurde ich doch wenigstens, gleich einer Mövein der Brandung, fest »nd gesund daraus schlafen. Wer aberheute Nacht bei diesem Wiegenliede einschlnmmert, der darf sichwahrlich eines festen Schlafes rühmen."
„Geächze! ich höre nur das Flaggen der Segel da oben,Knabe, doch nirgends vernehm' ich ein Geächze; selbst unser Lovtsedort, der gleich einem Admiral ans dem Halbdeck einherstolzirt,weiß nichts davon zu sagen."
„Wie! hört Ihr nicht einen Ton, der jedes Seemanns Ohrdurchdrungen muß?"
„Freilich, Knabe! es ist das schwere Rauschen der Brandung,das die Nachtlnst, düster und unheimlich, zu uns herüberträgt.Kennt Ihr denn nicht das Rollen einer Brandung, Junker?"
„Ich kenne es nur zu gut, Mr. Griffith, und wünsche nie,es besser kennen zu lernen. Wie rasch werden wir vollends ganzin diese Brandung hineingerathen, Sir?"
„Ich denke, wir halten noch »nsern Kurs," antwortete Griffithund erhob sich; „doch sagte ich immer, ein Anker wäre besser. —