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„Verhüte Gott, daß eines von uns Beiden dieselbe je zn be-reuen haben möge/' sprach Katharina feierlich, und die Bläffe derAngst verscheuchte das tiefe Roth ihrer Wangen, das die lebhaftenZüge ihres bräunlichen Antlitzes bedeckt hatte. — „Du hast dasPapier, folge feinen Weisungen, und komm'zn unserer Befreiung;du sollst willige Gefangene in uns finden, wenn ihr Beide, Griffithund du, die Eroberer sein werdet."
„Wie meinst du das, Katharina!" rief ihr Liebhaber: „Duwenigstens bist jetzt in Sicherheit — cs wäre Raserei, wenn dudein Schicksal noch einmal heransfordern wolltest. Mcin Schoonerkann und soll dich so lange beschützen, bis auch deine Cousinebefreit sein wird, und, Liebe, bedenke wohl, daß ich, so langedu lebst, Anspruch auf dich habe."
„Und was wolltest du in der Zwischenzeit mit mir ansangcn?"fragte das junge Mädchen, und zog sich langsam vor ihm zurück,als er ihr immer näher trat.
„Ans den Ariel — beim Himmel, du sollst sein Befehlshaber sein,und ich will diesen Rang blos noch dem Namen nach bekleiden."
„Ich danke dir, Barnstable, danke dir — aber um einen sol-chen Platz ansznsüllcn, traust du mir viel zn viel Fähigkeiten zn,"antwortete sie lachend, während eine liebliche Rothe, gleich derGlut eines Sommerabendscheins, ihre jugendlichen Züge färbte undselbst ans dem heiteren Auge ihren Glanz zn strahlen schien. —„Nein, verkenne mich nicht, du Böser. Wenn ich mehr gethanhabe, als mein Geschlecht gestatten will, so erinnere dich, daß esaus heiligen Beweggründen geschah, und wenn ich mehr Unterneh-mungsgeist als Andere meines Geschlechts besitze, so muß-"
„Muß gerade er dich über die Schwäche deines Geschlechteserheben," rief der Jüngling, „und dich befähigen, dein edlesVertrauen zu mir öffentlich zn zeigen."
„Er soll mich fähig machen und mich auch würdig erhalten,eines Tages deine Gattin werden zu können."