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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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welcher bei der Leitung der Völkerschicksale Vernunft und Ge-mcinsinn an die Stelle der Gewohnheit und der Rechte der Fen-dalzeit allmählig zu treten begannen.

An einem duster» Dcccmbertage, nicht lange nachdem die Er-folge unserer Revolution die Königreiche Frankreich und Spanien,und die Republik Holland in unfern Streit verwickelt hatten,finden wir an der nordöstlichen Küste von England auf einemFelde, das den Winden des Occans freien Zutritt gewährte, eineGruppe von Taglöhneru versammelt. Sie waren in einem poli-tischen Gespräch begriffen, und suchten sich die Arbeit durch Aus-tausch ihrer schlichten Ansichten über die Zeitereignisse zu verkürzen.Die Thatsache, daß England mit einigen seiner überseeischen Ko-lonien in Krieg begriffen sei, war ihnen längst ans jene Weisebekannt geworden, wie etwa dunkle Gerüchte von entfernten, min-der interessanten Ereignissen Leuten von solchem Schlag zu Ohrenzu kommen pflegen; seitdem aber auch diejenigen Nationen, mitwelchen man längst zu kämpfen gewohnt gewesen, sich gegen Eng-land in Waffen erhoben hatten, hatte der Kriegslärm selbst dieseeinsamen, ungebildeten Landbewohner in ihrer Ruhe ansgestört.Die Hauptsprecher bei gegenwärtiger Veranlassung waren einschottischer Viehhändler, der in behaglicher Ruhe die Feierstundeder Fcldarbciter abwartete, und ein irischer Taglöhner, der, nmArbeit zu finden, über den Kanal herüber bis in diesen abgelegenenTheil der Insel gekommen war.

Hätten nicht diese Franzmänner und Spaniards sich in dieSache gemischt," bemerkte der Letztere,so wären die Nägcrsfür Altcngland, selbst ohne Irland, im Ganzen doch nur 'ne Ba-gatelle gewesen. So viel bleibt gewiß, vielen Dank ist unserEiner dem Volke eben nicht schuldig; muß man jetzt doch denganzen lieben Tag so nüchtern bleiben, wie der Priester vor der

*) Nager ein Schimpfname, den man den Amerikanern gegeben hatte.

A. d. N.