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Umgebungen von Detroit ausgenommen, die ganze HalbinselMichigan in dem Zustande der Natur. Auch fiug man erst seitzwanzig Jahren an, die Ansiedelungen auszudchnen, und jetztglaubt man bereits in einem lange bewohnte»Lande zu reisen. AnBaumstümpfen fehlt cs natürlich nicht, denn man nimmt stets neueFelder in Anbau, im Ganzen aber glaubt man ein bereits längereZeit bewohntes Land vor sich zu haben.
Wir verließen Detroit auf der Eisenbahn und raffelten miteiner Geschwindigkeit, welche dem westlichen Dampfe alle Ehremachte, der untergehcndcn Sonne entgegen. Unser Weg führte aneiner ziemlichen Anzahl großer Dörfer vorbei, wir müssen imVerlause weniger Stunden wenigstens ein Dutzend hinter uns ge-lassen haben, die meisten dieser Orte haben tausend bis dreitausendEinwohner. Die Vegetation übertraf selbst die des westlichen Theilsvon New-Uork, die Bäume allein ausgenommen. Das ganze Landwar ein Waizcnfcld, und wir begannen jetzt zu begreifen, wieAmerika die Welt zu speisen vermöchte.
Unser Weg führte häufig durch die „Lichtungen", und wirsahen, daß sie dem Wechsel anheim gegeben waren, welcher mit demVorschreiken des gesitteten Menschen verbunden ist. Da die perio-dischen Brände seit vielen Jahren aufgehört hatten, war Busch-werk an die Stelle des Grases getreten, und insofern sind dieseWaldreviere nicht mehr so anziehend als früher, der Grund drängtsich uns aber sogleich auf, und man malt sich leicht das Bildaus, welches diese liebliche» Wälder in alten Zeiten dargebotenhaben mögen.
Wir verließen die Eisenbahn zu Kalamazoo, einem ungemeinschönen Dorf an dem Ufer des Flusses gleichen Namens. Die,welche den Plan zu diesem Dorfe vor etwa fünfzehn Jahren ent-worfen, beurkundeten Umsicht und Geschmack, indem sie die Bäumefast überall stehen ließen, und die meisten Häuser und Höfe, welcheein wenig entfernt von den belebtesten Straßen stehen, — und es