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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Freunde in einer solchen Entfernung von der Gegend, wo sie ihrenFeinden entschlüpft waren, besondere Vorsicht nöthig halten würden.Die Ankunft Petcr's aber, sei» Scharfsinn und seine Bekannt-schaft mit den Sitten der Indianer vereitelten die Erwartungender Wilden.

Die Cauoes liefen unbemerkt in den See ein und durchschnit-ten ihn fast in schräger Linie, so daß sie erst in der Mitte des fol-genden Nachmittags die Ufer von Kanada erreichten, denn sie brauch-ten ihre Segel selten, und nur dann, wenn sie weit von dem Landund wachsamen Augen nicht bloßgcstellt waren.

Der Bienenjäger und seine Freunde landeten diesen Nachmit-tag an der Hütte eines canadischen Franzosen, der an dem Userdes Sees und in einer sichern Entfernung von dem erwähntenFlußarme wohnte, welcher noch weiter südlich führte. Hier wurdendie Frauen gastlich empfangen und mit jener Zuvorkommenheit be-wirthet, welche den Charakter der canadischen Franzosen auszeich-net. Diesen einfachen Menschen galt cs gleich, ob die Reisendeneiner feindlichen Nation angehörten oder nicht. Sie machten sichallerdings wenig aus denUankees", wie sie alle Amerikanernannten, allein ihre englischen Gebieter standen bei ihnen eben auchnicht in sehr hoher Gunst. Sie begnügten sich, wieder in dem Be-sitze der beiden Ufer des Detroit zu sein, denn diese waren damalsvorzugsweise von Nachkommen der Franzosen bevölkert, welche un-ter Ludwig dem Vierzehnten eingewandert waren, und durch Spracheund Sitten noch lebhaft an die Franzosen jener Zeit erinnerten.Sie sprachen damals wie jetzt, ausschließlich die Sprache ihrerVäter.

Der Bienenjäger verließ die Hütte dieser einfachen, gastfreund-lichen Menschen sobald cs völlig Nacht geworden, oder richtiger,sobald der junge Mond untergegangen war. Peter übernahm jetztdie Leitung, indem er le Bourdon's Canoe steuerte, während Gers-Der Bienenjäger. Z6

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