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oder wenigstens vernachlässigt haben, müssen wir lieben. Wennwir diese Umwandlung in unseren Herzen sühlen, dürfen wir hof-fen, den großen Geist zu lieben und zu verehren und in seinem hei-ligen Schirme zu leben."
Peter hörte mit der Aufmerksamkeit eines gehorsamen, ehr-furchtsvollen Kindes zu. Wenn Demuth, Hingebung, das Strebennach Wahrheit und ein inniges Gefühl gegen den Schöpfer alsZeichen der „Wiedergeburt" gelten können, dann konnte man die-sen Wilden mit vollem Rechte einen „Wiedergebornen" nennen.Gewiß, er war im moralischen Sinne des Wortes derselbe Menschnicht mehr, und er selbst war sich dessen völlig bewußt.
Groß war Peter's Staunen, was eine so große, plötzliche Um-wandlung in ihm hervorgeruscn. Die Antwort jedoch, welche erMargaret gab, drückte das, was er in dieser Hinsicht fühlte, hin-reichend aus.
„Ein Indianer wie Kind," sagte er demüthig. „Er nie wis-sen. Selbst Blaßgesicht Squaw mehr wissen, als großen Häupt-ling. Nie so fühlen, wie jetzt. Herz sanft, wie das junger Squaw.Nun Niemand mehr hassen, nein! Gutes wünschen allen Stamm,und Nation und Färb. Nicht Haffen Britisch, nicht hassen Dankee's,selbst nicht hassen Cherokes. Wünschen Allen Gutes. Nicht wissen,ob Herz stark genug, zu bitten großen Geist, daß er ihm Gutesthun, wenn er nehmen wollen mein Scalp, — vielleicht das zuviel sein für arm Indianer, ich selbst aber nicht wollen eines Men-schen Scalp. Das etwas, ich hoffen, für mich."
„Dieß isss auch, Peter, und wenn Ihr Euch auf Eure Knieniederlaßt, und Eure Gedanken demüthigt und Gott bittet, Euchin diesen guten Gefühlen zu stärken, wird er es gewiß thun undEuch zu einem neuen Menschen machen."
Peter blickte gespannt aufMargaret und senkte sein Auge dannzu Boden. Nachdem er eine Weile so nachdenkend dagesessen hatte,