Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
515
Einzelbild herunterladen
 

515

den Flüchtlingen freudig begrüßt, die seinen Nachrichten mit ge-spannter Neugierde entgegen sahen.

Ihr seid willkommen, Chippewa," riefle Bourdon und drückteseinem rothen Freunde herzlich die Hand.Wir haben beinahe ge-fürchtet, wir würden Euch nicht wieder sehen. Bringt Ihr uns guteoder schlimme Nachrichten?"

Müssen nicht Squaw sein und geben zu viel Fragen, Bour-don," erwiederte die Rothhaut, während er die Zündpfanne sei-ner Büchse sorgfältig untersuchte, um sich zu vergewissern, daß dasPulver nicht naß geworden.Haben bekommen viel Wild-pret, he?"

Wir haben nicht viel Wildpret mehr übrig, dafür aber eineziemliche Menge Fische, die eben so willkommen sind. Ich habemit Enerm Bogen, den Ihr in dem Canoe gelassen, überdieß einDutzend große Eichhörnchen geschossen. Aber"

Er gut, der Bogen, man können Bienen schießen mit der Bo-gen. Fisch gut hier, he?"

Man ißt sie, wenn man keine besseren hat. Es wäre je-doch nun Zeit, Taubenflügel, daß Ihr uns etwas Neues mit-theiltet. "

Müssen nicht Squaw sein, Bourdon, schlecht für Krie-ger, Squaw sein. Immer Mann sein, und Geduld haben, wieMann. Was Ihr glauben, Bourdon? Ihr doch noch be-kommen !"

Was bekommen, mein guter Bursche? Ich sehe nichtsan Euch, es wäre denn die Büchse nebst Pulverhorn und Kugel-tasche."

Bekommen Scalp von dieser Wiesel! Das nicht gut ge-macht? Niemals haben junger Krieger mehr Scalp heim getra-gen, als Taubenflügcl dießmal heim tragen ! Bekommen drei! Alleversteckt, wo Bärcnfleisch sie nie finden. Sie wieder holen, wennfort wollen ziehen."

33 *