Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
513
Einzelbild herunterladen
 

gewachsen waren. Der trockene Boden mochte sich ans vier bisfünf Morgen ausdehnen, und da hier so viele Bäume gefällt wor-den, hatten Licht und Luft in einer Weise Zugang, welche den Platzvergleichsweise angenehm erscheinen ließ. Die Aeste der gefälltenBäume boten nach allen Seiten hin einen hinreichenden Schirm,obgleich der sumpfige Moorboden an sich schon mehr als daswar, denn er gab fast eine Schutzwehr gegen die Lichtungenhin ab.

Der Bienenjäger sah, daß man sich, wenn auch mit vieler Mühe,hindurch arbeiten könne, da er sich dieses Umstandes jedoch versichernwollte, stellte er eine gründliche Nachforschung an. Er klärte eineStelle für die Frauen und machte eine Art Hütte, welche als Schutzgegen den Regen dienen und einen nicht unbequemen Aufenthaltfür die Nacht bieten konnte.

Es war zu erwarten, daß sie diesen Ort nicht in den ersten zweibis drei Tagen verlassen würden, wenn cs Peter redlich meinte,denn ein früherer Ansbruch mußte unvermeidlich zur Entdeckungführen. Mau mußte den Indianern Zeit lassen, sich weit genug zuentfernen, da sonst bei der großen Anzahl Wilden an ein Entkom-men nicht zu denken war.

Diese Untersuchungen und Anordnungen hatten ein größeresGefühl der Sicherheit in ihrem Gefolge. Von der Seite des Flus-ses her war fast allein Gefahr zu fürchten. Ein Canoe, welchesflußaufwärts ging, konnte in der That ihre Zufluchtsstätte entdecken,aber es war kaum zu besorgen, daß Jemand durch Sumpf undWasser waten und von einer andern Seite her sich dem Moorgrnndenähern würde.

Unter diesen Umständen begann le Bourdon, ihre Lage alsziemlich gesichert anzusehen. Wenn er sich auf Peter verlassenkonnte, durfte er jetzt vergleichsweise beruhigt sein und seine ganzeAufmerksamkeit der Sorge für die Behaglichkeit der Seinigeuzuwenden.

Der Bienenjäger.

33