Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
512
Einzelbild herunterladen
 

Mein Wort darauf, Bourdon, daß dich dein Winkel zu einemfreundlichen Stocke führen würde. Ich habe fast so viel Zutrauenzu Peter, wie zu dir oder zu Gershom. Du hast gehört, was ervon Pastor Amen und dem Korporal sagte."

Und wie ruhig er dieß Alles nahm," antwortete der jungeGatte und schüttelte den Kopf.Es war ein rasches Scheiden fürBeide, und man sollte glauben, selbst ein Indianer müßte es tiefergefühlt haben.

Margaretes Wange erblaßte und ihre Lippen bebten ein wenig.Es verging eine volle Minute, ehe sie im Stande war, das Ge-spräch fortzusetzen.

Dieß ist schrecklich, aber ich will, ich kann es nicht glauben,"sagte sie.Gewiß, Bourdon, wir müssen es dem Häuptlinge Dankwissen, daß er uns hierher gebracht hat. Bedenke nur, wie ernst erden Worten des Erlösers gelauscht hat."

Wenn er uns in guter Absicht hierher gebracht hat, bin ichihm dankbar dafür. Ich weiß aber kaum, was ich denken soll!Taubenflügel hat mir mehr als einen Wink gegeben, und nach mei-nem Bedünken wollte er mir dadurch andeuten, wir sollten diesemunbekannten Indianer nicht zu sehr vertrauen."

Auch mir hat er ähnliche Winke gegeben, ich würde aber je-derzeit Peter eher vertrauen, als ihm."

Unser Leben ist in der Hand der Vorsehung, Margaret. Wennwir diesen zwei Indianern wirklich vertrauen können, habe ich stetsnoch Hoffnung, denn gewiß, Peter hat uns in ein herrliches Ver-steck gebracht und der Chippewa hat cs bereitet, wie ich von demHäuptlinge gehört habe."

Das junge Ehepaar betrat nun das Ufer und begann denMoorgrund in der Umgebung des Landungsplatzes genauer zu un-tersuchen. Gerade an dieser Stelle war das Ufer des Flusses höherals fast überall ringsum, auch war es trocken und der Boden fastsandig zu nennen. Dieß war die Stelle, wo die jungen Fichten