allgemein als das rathsamste an, junge Männer nach allen Richtun-gen auszusenden.
Demungeachtet erwarteten Alle, man werde die Flüchtlingeauf oder an dem Flusse einholcn, und Bärenfleisch deutete daraufhin, daß es das Beste sei, wenn sie selbst bald möglichst flußabwärtszögen.
„Wann hat unser Bruder die Blaßgesichter zuletzt gesehen?"fragte Kräheufeder. „Dieser Bienenjäger ist mit dem Flusse sehrbekannt und hat vielleicht schon gestern seine gleise angetreten, mög-lich, daß er bereits aufbrach, als er von dem großen Rathe im Prai-rien-Kreise kam."
Dieß war ein neuer Gedanke und man fand ihn sehr wahr-scheinlich. Alle Augen wendeten sich Peter zu, welcher plötzlich sah,daß eine solche Ansicht den Flüchtlingen sehr zu Statten kommenkönne, und sich daher geneigt fühlte, sie zu ermuthigen und zustützen. Er fühlte jedoch, daß es schwer sei, eine ausweichende Ant-wort zu geben, and mußte vor Allem darauf denken, sich nicht bloß-zustellen. Statt daher eine einfache, bestimmte Antwort zu geben,nahm er seine Zuflucht zu einer Ausrede.
„Mein Bruder hat recht," antwortete er. „Die Blaßgesich-ter hatten Zeit, den Fluß hinabzugchcn, und einen kleinen Vor-sprung zu gewinnen. Wie meine Brüder wissen, habe ich, gleichihnen, auf dem Prairien - Kreise geschlafen. Heute war ich be-kanntlich bei ihnen, als wir an der Quelle im Wicsengrunde Rathpflogen."
Alles dieß war bis auf einen gewissen Grad wahr, nur wurdeeiniges sehr Wesentliche verschwiegen. Niemand schien Mißtrauenin den großen Häuptling zu setzen, dessen Anhänglichkeit an seineGrundsätze, wie man allgemein glaubte, bis zur Schwärmerei stieg.Keiner der Anwesenden hatte eine Ahnung von der Macht des un-sichtbaren Geistes Gottes, welcher die Herzen umwandelt und dieWiedergeburt des Menschen herbeisührt.