zwanzig Winter redete, schloß sich und wurde taub. Ich höre ihnnicht mehr. Ich will ihn nicht mehr hören.
„Das Flüstern des Sohnes des Manitou klingt mir sehr an-genehm. Es klingt, wie der lieblichste Gesang des Zaunkönigs.Ich hoffe, er wird stets so flüstern. Mein Ohr wird seinen Wortennie mehr verschlossen sein.
„Bourdon, ich freue mich, nach vorne» zu blicken. Ich freuemich nicht, wenn ich nach hinten blicke. Ich sehe viele Dinge, welcheich auf eine Weise gethan habe, während ich sic auf eine andereWeise hatte thun sollen. Es thut mir leid. Ich wollte, es wärenicht so gewesen. Dann höre ich den Sohn des Manitou seinenVater, der über den Wolken lebt, bitten, er möchte den JudenGutes thun, die ihm das Leben nahmen.
„Ich glaube nicht, daß die Indianer Juden sind, darin hattemein Bruder Unrecht. Es war nur seine Meinung, und derMensch irrt sich leicht. Nicht so der Sohn des Manitou. Erdenkt stets, wie sein Vater denkt, und dieser denkt nur, wasrecht ist.
„Bourdon, ich bin von nun an nicht mehr Peter. Ich mußein anderer Indianer sein. Meine Gefühle sind nicht mehr diesel-ben. Ein Scalp ist in meinen Augen ein schreckliches Ding, — ichwünsche nie wieder einen zu nehmen, — nie wieder einen zu sehen,
-— ein Scalp ist ein schlechtes Ding.
„Ich liebe jetzt die Uankce's. Ich wünschte ihnen Gutes zuthun und nicht sie zu kränken. Vor Allem liebe ich den großen Geist,weil er seinen Sohn für alle Menschen sterben ließ. Der Medizin-Priester sagte, er sei für die Indianer sogut, wie für die Blaßge-sichter gestorben. Das wußten wir nicht, sonst hätten wir mehr vonihm in unser» Ueberlieferungcn gesprochen. Wir sprechen gern vonguten Handlungen. Aber wir sind so unwissende Indianer! DerSohn des Manitou wird Mitleid mit uns haben und öfter zu unsreden und uns sagen, was wir thun sollen. Mit der Zeit werden