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„Ihr das Buch haben?" sagte Peter mit großer Spannung.„Sehen, daß Ihr ihn oft lesen. Ihr ihn hier haben?"
„Gewiß habe ich die Bibel hier, sie wäre das letzte, was ichvergessen könnte. Dolly hat eine, und ich gleichfalls, wir lesenjeden Tag darin, und wir hoffen, Bruder und Bourdon werdenbald auch eifrig darin lesen."
„Nun, ich bin kein großer Gelehrter, Margaret," erwiederteder junge Gatte, und fuhr sich aus baarer Verlegenheit in seinvolles, lockiges Haar, „wenn es Dir aber Freude macht, würdeich selbst eine schwerere Arbeit nicht scheuen. Es ging mir im An-fänge so mit den Bienen, ich glaubte, cS würde mir nie gelingen,der ersten Biene zu ihrem Stocke zu folgen, und doch habe ich seit-dem wohl nach tausenden den Winkel genommen."
„Es ist leicht, sehr leicht, lieber Benjamin, wenn du nur an-fangen willst," versetzte das erröthende junge Weib. „Wenn wirmit der Gnade Gottes zu einem sichern Orte kommen, hoffe ich, duwirst dich mir anschließen und täglich dieses Buch zur Hand neh-men. — Seht, Peter, ich habe es hier in dieser kleinen Tasche, woes sicher und mir stets nahe ist."
„Ihr diese Wort für mich lesen, Blüthe, ich sie gern aus die-sem Buche hören, jetzt."
Margaret entsprach diesem Wunsche. Sie war in dem neuenTestamente sehr belesen, fand die wohlbekannte, erhabene Stelleund las mehrere Verse mit ruhiger, ernster Stimme. Vielleichtsteigerte die Gefahr, in welcher man schwebte, und die eben mitge-theilte Kunde von dem Tode ihrer Gefährten den Ernst und dasFeierliche ihres Gehabens, denn die Wirkung, welche diese Worteauf Peter hervorbrachten, war kaum geringer, als die, welche ergefühlt hatte, als er, bei dem Tode des Missionärs, Zeuge deswirklichen Gehorsams gegen diese erhabene Lehre war. Thränentraten in die Augen dieses starren Wilden, und mit Schauer blickte