er meint es gut mit uns, und will uns nicht schaden. Er folgt ei-nem seltsamen Gesetz. Nach ihm soll mau dem Gutes thun, deruns Böses zusügt. Dicß ist nicht das Gesetz des rothen Mannes.Es ist kein gutes Gesetz. Es ist kein Wunder, daß Stämme, welcheeinem solchen Gesetze folgen, verloren gehen. Sie können ihreFreunde nicht von ihren Feinden unterscheiden. Sie können keinVolk haben, dem sie Scalpe abnehmeu. Was ist ein Krieger, wenner Niemanden finden kann, dem er einen Scalp abuimmt? Nein,ein solches Gesetz würde aus den tapfersten Kriegern in den Lich-tungen, wie aus den Prairien, nur Weiber machen. Es mag eingutes Gesetz für die Juden sein, die sich verloren haben, es ist aberein schlechtes Gesetz für Indianer, welche die Pfade kennen, die sicbetreten. Möge ein Anderer sprechen."
Dieses gedrängte GlanbcnSbekenntniß in Bezug auf einen Ge-genstand , welcher vor so kurzer Zeit erst in dem Rathe behandeltworden war, schien den allgemeinsten Beifall zu finden. Alle An-wesenden wollten augenscheinlich lieber rothe Männer sein, diewußten, wo sie waren, als Juden, die ihren Pfad verloren hat-ten. Unbekanntschaft mit seinem Pfade ist für den amerikani-schen Wilden eine Schande, und nicht ein Einziger würde zugege-ben haben, daß man seinem Stamm etwas dieser Art zum Vorwurfemache.
Der Gedanke, die Uankees hätten ihren Pfad „verloren" undzögen in der Irre umher, klang den meisten Anwesenden sehr ange-nehm, und Eichenast erwarb sich, in Folge der glücklichsten Aus-fälle, welche er bei dieser Gelegenheit laut werden ließ, einen nichtgeringen Ruhm als Redner.
Abermals folgte eine lange, nachdenkliche Pause, und diePfeife machte wieder die Runde. Der letzte Sprecher hatte seinenSitz bereits seit einer halben Stunde verlassen, als Peter sich cm-porrichtete.
In diesem langen Zwischenräume hatte die Erwartung sich