Kampf, welcher in der Brust des Stammlosen begonnen, zum Bestenzu lenken.
Man wird sich erinnern, das der Biencnjäger gewöhnlich einkleines Perspectiv, als zu den Geräthschaftcn seines Berufes ge-hörig, bei sich trng. Er ward dadurch in den Stand gesetzt, dieBienen zu beobachten, wenn sie in der höchsten Höhe der Bäumeaus ihren Stöcken kamen oder hineinflogen, und er hatte sich damitoft stundenlanges, fruchtloses Nachsuchen erspart.
Dieses Glas hatte er jetzt in der Hand, denn auf einem dürrenBaume, welcher ein wenig abgesondert von den übrigen und deräußersten Waldspitze nahe stand, der sie jetzt entgegen gingen, hatteein Gegenstand seine Aufmerksamkeit aus sich gezogen. Die Ent-fernung war noch zu groß, als daß es dem bloßen Auge möglichgewesen wäre, diesen Gegenstand zu erkennen, ein einziger rascherBlick aber mit dem Glase zeigte, daß cs ein Bär war.
Dieß war einer der alten Feinde des Bicnenjägers, die ihm oftentgegentraten und nach seinem Honig trachteten, und bei mehrerenGelegenheiten war er gezwungen gewesen, diesen Räubern zu wei-chen, ehe es ihm gelungen, seine eigenen Nanbpläue auszuführen.Der Bär, dessen er soeben ansichtig geworden, war im Nu wiederaus dem Gesichte verschwunden, denn die Höhe, zu welcher er ein-porgcklcttert war, mochte ihn ermüdet und veranlaßt haben, wiederherabzusteigen.
Alles dieß begünstigte die Wünsche le Bourdon's, welcher als-bald Halt machte.
Alle die dunkeln Augen funkelten und waren in ungestümerNeugierde auf ihn gerichtet. Er fing eine Biene und hieltsie an sein Ohr, während sie summend in dem Becher herum-schwirrte.
„Ihr glauben, der Bien sprechen?" fragte Peter seine schöneBegleiterin in vertraulichem Ton, als walte ein neu erwachtes Ge-fühl unter ihnen.