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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Dinge mußten auf jede Gefahr hin ihren Verlauf nehmen. Damitsie nicht ganz nutzlos wäre, während ihr Geliebter so viel für siewagte, denn Margaret wußte wohl, daß der Bicncnjäger sichleicht retten konnte, und daß er nur ihretwegen Alles aus dasSpiel setzte, wendete sie ihre ganze Aufmerksamkeit Peter zu,in dessen Gunst sie, wie sie wohl fühlte, jeden Tag gestiegen war,und von dessen Willen so viel abhing. Es ward ihr leicht, sichihm, ohne daß es auffiel, mehr zu nähern, als sie bisher gethanhatte.

Squaw den Medizin-Mann gern sehen?" fragte Peter mitso bedeutsamem Nachdruck, daß Margaret s Wange sich in Gluttauchte.

Ihr wollt wissen, ob ich den Medizin-Mann seine Kunst gernansübcu sehe," versetzte Margaret mit der ihrem Geschlecht eigenenGeistesgegenwart.Weiße Frauen sind, wie man sagt, ziemlichneugierig, wie ist cs mit den Frauen des rothen Mannes?"

Gerade so, voller Neugierde, Squaw sein Squaw, nichtsthun, in was Nation."

Es thnt mir leid, Peter, daß Ihr nicht besser von denSqna-wen denkt. Hattet Ihr vielleicht nie eine Squaw, weder Weib nochTochter?"

Ein Strahl mächtiger Erregung schoß über das Antlitz desIndianers, und glich dem Aufglühen der elektrischen Flamme, welcheum Mitternacht anfeiner Wolke glänzt, dieser Flammenblitz gingaber eben so schnell vorüber, als er sich gezeigt hatte, und an jeineStelle trat wieder der harte, in sich zusammengcdrängtc Ausdruck,welchen die Gewalt eines lange gehegten und genährten Gedan-kens unvcrlöschlich, als wäre er in Stein gehauen, da cingcprägthatte.

Alle Häuptlinge haben Squaw, alle Häuptlinge haben Pap-pus," lautete die endlich sich knndgcbende Antwort.Wozu ergut, he?"