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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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seine verschiedenen Gerätschaften geordnet hatte, um seine Thätig-keit sofort zu beginnen.

Wir finden es nicht nöthig, dieß Verfahren zu wiederholen,das in unfern einleitenden Kapiteln bereits geschildert worden ist,wir werden nur auf solche Einzelnheitcn hindeuten, welche mitden Begebenheiten unserer Erzählung in näherem Zusammenhängestehen.

Sobald der Bienenjäger seine Vorbereitungen zu treffen be-gann, sammelte sich der Kreis der Häuptlinge in stummer, gespann-ter Aufmerksamkeit auf alles das, was vorging, um ihn. ^Obgleichsie Alle schon von den Bienenjägern der Blaßgesichter, und dieMeisten von dem Manne, welcher jetzt vor ihnen stand, gehörthatten, so hatte doch noch keiner der anwesenden Indianer einendieser Männer seine Kunst ansüben sehen.

Dieß mag in Bezug auf Wilde, welche stets in den Wäldernumher zu streifen pflegen, seltsam scheinen, wir haben aber bereitsbemerkt, daß cs das Begriffsvermögen der rothen Männer weitüberschritt, die Berechnungen anznstellen, welche nöthig find, umdie Bienen in der beschriebenen Weise zu fangen. Wenn der In-dianer zu Honig kommt, ist es gewöhnlich das Ergebniß eines zu-fälligen Fundes in dem Wald, und nicht die Frucht jener weitausschauenden, beharrlichen Thätigkeit, welche den weißen Mannin den Stand setzt, im Verlauf einer Jagd von wenigen Wocheneinen so großen Vorrath zu sammeln, daß er eine ganze Gegenddamit versorgen kann.

Nie hat wohl ein Gaukler aufmerksamere Zuschauer gefunden,als der Bienenjägcr, während er sein Gestell aufstellte und seineGerätschaften herausnahm. Alle ernsten, dunklen Gesichter warenihm zugewendct, und jeder scharfe, glühende Blick fesselte sich aufsein Thun.

Als er das Gefäß mit der Wabe auf den Tisch stellte, erkann-ten die zunächst stehenden Häuptlinge den Inhalt und murmelten