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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Hätte Taubcnflügel de» gcheimnißvollen Häuptling besser ge-kannt, hätte er die Größe und Ausdehnung seiner Wiedervergel-tuugs- und Rachepläue klarer durchschaut, so würde seine Besorg-nis in diesem Augenblicke größer gewesen sein, als sie cs war, under würde noch ungestümer auf die Abreise le Bourdows gedrungenhaben, als er bereits gethan hatte.

Der Bienenjäger schlug den Weg nach einer Stelle ein, welchein einiger Entfernung von seiner Wohnung lag. Es war eine kleinePrairic von runder Form, welche in jenen Theilcn des Landes jetztallgemein unter dem Namenl'rnii'io i'cmiul" (Prairic-Kreis)bekannt ist. Man brauchte drei Stunden, um dahin zu gelan-gen, besonders wenn man Margaret's kürzere Schritte in Erwä-gung zog-

Margaret ließ sich jedochauf einem Pfade" nicht hinten fin-den. Jnng, rüstig, leichten Fußes und an Anstrengungen dieserArt gewöhnt, mochte ihre Anwesenheit die Ankunft wahrscheinlichnicht um viele Minuten verzögern.

Wir müssen hier sogleich erwähnen, daß der Bicnenjäger Nie-mandem gesagt hatte, wohin er die Gesellschaft zu führen gedenke,sowie daß Peter sich nicht darum zu bekümmern schien, wohin derPfad leitete, und folglich auch keine Frage deßhalb laut werdenließ. Trotz dieser Zurückhaltung aus der einen und dieser Gleich-giltigkeit auf der andern Seite waren, als die Gesellschaft denPrairie-Kreis erreichte, bereits alle Häuptlinge, welche in der ver-flossenen Nacht den Rath gebildet hatten, dort versammelt.

Die Indianer wanderten zerstreut umher, blieben aber demPunkte, wo der Bicnenjäger und seine Begleitung die Prairic be-trat , nahe genug, um sich wenige Minuten nach deren Ankunft umdie Gruppe zu sammeln.

Alles dieß mußte le Bourdon in erschreckender Weise auffallen,denn es bewies, wie viele geheime Verkehrsmittel diesen Wilden zuGebote standen. Daß die Bewohner des Shanty genau beobachtet