nach dem Frühstücke wollten Alle aufbrechen, um mit den Häupt-lingen zusammen zu treffen, denen le Bourdon eine Probe seinerKunst geben sollte.
Wer mit dem politischen Zustande des amerikanischen Festlan-des nicht bekannt war und nichts von der Nähe der Wilden wußte,hätte diesen Morgen, als die Gesellschaft ihren kleinen Ausflug an-trat, nur ein Gemälde ländlicher Ruhe und heitern Friedens indiesen einsamen Lichtungen gesehen. Ein glänzenderer Tag goß nieseine Glorie über die Oberfläche der Erde aus, und die Lichtun-gen, die Rasenstücke und selbst die dunkeln, dichteren Wälder schwam-men alle in dem Lichte der Sonne, wie diese bekanntlich in dermildern Jahreszeit und unter dem dreiundvierzigsten Breitengradedie Gegenstände zu beleuchten pflegt. Selbst die Vögel schienen sichder Schönheit des Wetters und der Landschaft zu freuen, denn siesangen und flatterten in ungewöhnlicher Anzahl um die in derMorgenluft sanft sich wiegenden Zweige der BoSquet-Eichen.
Die Natur paßt in wunderbarer Weise ihren Zwecken die Mit-tel an. I» den Wäldern, aus den Prairien und in den noch unbe-bauten Lichtungen deS Westen findet man Vögel, und oft in zahl-loser Menge, besonders solche, die gemeinsam ziehen und die Sicher-heit unbewohnter Gebiete lieben. So trifft man in den jungfräu-lichen Wäldern Myriaden von Tauben, Enten, Gänsen u. s. w.,während das gesellige, freundliche Nothkehlchcn, der kleine, melo-dische Zaunschlüpfer, die Drossel, die Lerche, der Hänfling, derFink und alle diese lieblichen, kleinen Geschöpfe, welche unsereWohnungen und Gelände umstreifen und pon der Vorsehung eigensgesendet zu sein scheinen, um dem Schöpfer ihre Morgen- undAbend-Hymnen zu unserem Gehör zu singen, sich meistens in be-pölkerten Länderstrichen aufhalten.
Wir haben Europäer behaupten hören, die amerikanischen Vö-gel seien, im Vergleiche mit denen der alten Welt, stumm. Bisaus einen gewissen Grad ist dieß in Bezug aus die eigentlichen Wald-