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„Nun, und ich setze mein Leben daran, daß alle Raffen aufErden glauben, diese eine Farbe sei gerade die gewesen, welchejeder besondern Schattirung zu Thcil geworden. Wahrhaftig, ichwürde mich ebenso wenig / wie ein Indianer, aus meiner Farbeheranssprechen lassen. In Amerika setzt man ziemlich viel Werthauf die Farbe, und sie mag bei den Indianern ebenso hoch gehaltenwerden, wie bei den Weißen. Nein, nein, Pastor, Ihr hättet da-mit beginnen sollen, daß Ihr diese Wilden für die Ansicht zu ge-winnen suchtet, sie seien Juden, war das erreicht, würde das An-dere sich leicht gefunden haben."
„Ihr sprecht von den Juden, als sähet Ihr in ihnen nicht dasauserwählte Volk des Herrn, sondern eine verachtete, hassenswerthcNasse. Dieß ist nicht recht, Bourdon. Ich weiß wohl, daß mancheEhristen so denken, allein dieß macht ihrem Kopse, wie ihremHerzen wenig Ehre."
„Ich weiß nur wenig von ihnen, Pastor Amen, denn ich er-innere mich nicht, je in meinem Leben einen Juden gesehen zu ha-ben. Doch will ich zugeben, daß ich eine Art Groll gegen sie hege,obgleich ich kaum wüßte, warum. Des einen aber bin ich gewiß,kein Mensch auf Erden würde mich bereden, ich sei ein Jude, einverlorener oder ein gefundener, den zehn Stämmen, oder denzwanzig Stämmen angehörig. — Was sagt Ihr dazu, Korporal?"
„Ich denke gerade wie Ihr, Bourdon. Juden, Türken, Un-gläubige, ich verachte sie alle, so wurde ich in meiner Jugend ge-lehrt, und dabei bleibe ich."
„Wer von euch kann mir sagen, warum ihr so Viele euererMitmenschen mit so lieblosen Augen anseht? Vom Christenthumerührt dieß nicht her, denn der Art sind weder ihre Lehren, nochihre Gefühle. Auch seid ihr Beide eben nicht die Eifrigsten in derBefolgung seiner Gebote, wie sie dem christlichen Volk überliefertworden sind. Mein Herz fühlt sich zu diesen Indianern hinge-