332
einsah, übernahm er ruhig das Amt des Sprechers, und Alles be-gab sich ziemlich, als wäre kein Wechsel der Personen cingetreten.
„Unsere Ueberliefernngcn besagen, unsere Väter seien anseinem weit entlegenen Lande gekommen," antwortete Peter, ohnesich zu erheben.
„Ich dachte es, ich dachte cs!" rief der einfache, glaubensfesteGeistliche. „Wie wunderbar sind die Wege Gottes! Ja, meineBrüder, Judäa ist ein weit entlegenes Land, und eure Ueberliefc-rungen besagen, eure Väter seien aus einer solchen Ferne gekommen.Dieß ist also einer der Beweise. Sagen eure Ueberlieferungennicht, eure Stämme hätten sich einst der Gunst des großen Geistesmehr erfreut, als jetzt?"
„Unsere Ueberlieferungen sagen dieß: Einst sahen unsereStämme das Antlitz des Manitou nicht so düster auf sie schauen,wie jetzt. Dieß war, che die Blaßgefichter in ihren dicken Eanoesüber den großen Salzsee kamen und die Indianer aus ihren Jagd-gründcn vertrieben. Es war, als die Blattern den Pfad noch nichtin ihre Dörfer gefunden hatten, als das Feuerwasser ihnen nochunbekannt war und noch kein Indianer seine Kehle damit verbrannthatte."
„Bruder, ich spreche von einer viel, viel frühern Zcit, als diese,— von einer Zeit, wo eure Propheten Gott von Angesicht zu An-gesicht schauten und mit dem Schöpfer redeten. Seit jener Zeithat euer Volk große Wechselfälle erfahren müssen. Damals wareure Farbe hell, wie die des schönsten, Weißesten aus der cirkasischcnNasse, jetzt ist sie roth geworden. Wenn aber selbst die Farbewechselt, darf man sich nicht wundern, wenn der Mensch in anderenBeziehungen nicht mehr derselbe ist. Ja, einst waren alle Menschen-rassen von derselben Farbe und von derselben Abstammung."
„Unsere Ueberlieferungen sprechen nicht so. Wir haben vonunseren Vätern gehört, der große Geist habe Menschen von ver-schiedenen Farben geschaffen, — die habe er hell geschaffen, wie