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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Auch das ist recht. Der Indianer soll nicht zu viel sagen, undnicht zu wenig. Er soll sagen, was weise ist, was das Beste ist.Aber, mein Bruder, der Medizin-Priester der Blaßgesichter sagt,unsere Uebcrlieferungen hätten uns nicht Alles mitgctheilt. Etwassei zurückgehalten worden. Wenn das so ist, so ist eS gut, das auchzu lernen. Wenn wir Juden sind und keine Indianer, müssen wircs wissen. Wenn wir Indianer find und keine Juden, muß unserBruder cs wissen und uns nicht bei einem saischen Namen nennen.Laßt ihn sprechen. Wir hörend

Jetzt ließ sich Peter langsam nieder. Da der Missionär Alles,was gesagt worden, verstand, erhob er sich nun und suchte sogut er dieß vermochte, und in der Sprache, welche, wie er wußte,den Sitten der Indianer angemessen war seine Ansicht von denverlornen Stämmen darzulegen.

Meine Kinder müssen wissen," begann der Missionär,daßes ehrenvoll ist, ein Jude zu sein. Ich bin nicht hierhcrgekommcn,um die rothen Menschen in ihren eigenen Angen herabzusetzen,sondern um sie zu ehren. Ich sehe, daß Bärcnslcisch etwas zu sagenwünscht. Meine Ohren sind offen und meine Zunge schweigt."

Ich danke meinem Bruder, daß er mir Gelegenheit gibt,meine Meinung zu sagen," versetzte der erwähnte Häuptling.Esist wahr, ich habe etwas zu sagen. Es ist dieß. Ich wünsche vondem Medizin-Mann zu wissen, ob die Blaßgesichter die Judenachten und ehren?"

Diese Frage kam dem Missionär ziemlich ungelegen, aber erwar ein viel zu biederer Mann, um zu heucheln. Mit einer Ach-tung gegen die Wahrheit, welche aus der Achtung gegen den Vateralles dessen, was wahr ist, herfloß, antwortete er ehrlich, obgleichnicht zu verkennen war, daß er der Antwort am liebsten über-hoben gewesen wäre. Beide Sprecher standen während des Zwie-gesprächs.

Mein Bruder wünscht zu wissen, ob die Blaßgesichtcr die