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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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315
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er zugegeben, daß die Blaßgcsichtcr ihm seine Jagdgründe Wegnah-men? Warum hat er den rothcn Mann arm, und den weißen Mannreich gemacht? Bruder, ich fürchte, eure Ucberlieferung ist eine lü-genhafte Überlieferung, sonst wäre dieß Alles nicht so."

ES ist dem Menschen nicht gegeben, die Weisheit zu begrei-fen, die da kommt von oben. Das, was uns so auffallend erscheint,ist vielleicht recht. Die verlornen Stämme hatten Gott beleidigt,und ihre Gefangenschaft, ihr Zerstreuen, ihre Strafe find nur ebenso viele Beweise seines Mißfallens. Wenn sie aber verloren ge-gangen, haben wir Grund zu glauben, daß sie eines Tages wiedergesunden werden. Ja, meine Kinder, es wird dem großen Geisteines Tages gefallen, euch dem Lande eurer Väter zurück zu geben,und euch wieder zu dem zu machen, was ihr einst gewesen seid,ein großes, berühmtes Volk!"

Da der wohlmeinende, aber schwärmerische Missionär mitgroßer Wärme sprach, mußte die Verkündigung eines solchen Be-gebnisses ans dem Mund eines Mannes, welchen sie achteten, ob-gleich sie ihn nicht verstanden, einen tiefen Eindruck auf sie machen.Wenn es dem großen Geiste wirklich gefallen sollte, sie glücklich zumachen, wenn er in seiner Liebe und Weisheit beschlossen hatte,ihnen Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, dann waren die Ent-würfe und Pläne Peter's und derer, welche mit ihm fühlten undhandelten, unnütz, und konnten, statt zu Gutem, zu Schlimmemführen.

Diesem scharfsinnigen Wilden konnte eine solche Wahrheit nichtentgehen, und er hielt es jetzt für geeignet, ein Wort zu sprechen,um den Einfluß zu schwachen, welchen Pastor Amen sich sonst unterdenen sichern mochte, welche er ganz für seine Wünsche zu stimmenbeabsichtigte.

So erpicht war dieser geheimnißvolle Führer auf seinen Plan,Rache an den Blaßgesichtern zu üben, daß die Befreiung derStämme von Elend und Armuth, ohne jene rächerische Sühne,