Siebzehntes Kapitel.
Wer glaubt wohl, daß du, mit eurem Lächeln.
Das, gleich dem des Patriarchen, die Todesstunde versüßt,
Mit einer Stimme, so sanft und schmeichelnd.
Wie der Abendwind. der die Blumen küßt.
Mit dem Blick eines Job, der das Unglück segnet.
Mit einer Anmuth, lockend wie des Vogels Waldgesang.
Nichts mehr bist, als der verruchteste Teufel.
Der je seine Krallen um das Haar eines Gefangenen schlang?
Hallcck's Rothjackc.
(Obgleich die Ankunft des Läufers völlig nnwartct war, un-terbrach sie kaum die Ruhe dieser crusten Versammlung. Seinherannahender Schritt war gehört worden, und er kam in der er-wähnten Weise auf den Rasenplatz, woraus der junge Häupt-ling seinen Sitz wieder einnahm, während der Bote fast in demMittelpunkte des Kreises und völlig in dem Bereiche des Lichtesstehen blieb.
Er war ein Ottawa und hatte augenscheinlich einen weiten Wegrasch zurückgelegt. Endlich sprach er, ohne daß irgend einer derHäuptlinge eine Frage an ihn gerichtet, oder das geringste Zeichenungeduldiger Neugierde von sich gegeben hätte:
„Ich komme zu den Häuptlingen, um ihnen zu sagen, was sichbegeben hat," begann Ottawa. „Unser großer Vater von Quebechat seine jungen Krieger gegen die Uankee's geschickt. Auch rotheKrieger waren zu Hunderten dort."
Ein leises Murmeln der Theilnahme ließ sich unter den Häupt-lingen vernehmen.
»Ihr Psad hat sie nach Detroit geführt. Detroit ist ge-nommen. "
Der Lauser schwieg, und ein Geflüster, welches Ueberraschungund Freude ausdrückte, machte unter den Wilden die Runde, denn