294
Schrecken, Peter aber blickte auf das Ganze mit einer Ruhe, welcheder des leblosen Baumes glich, wenn der Winter ihn umstarrt undin der eisgetränkten Lust die Stille des Grabes herrscht. Ihnschien nichts zu bewegen. Er bekümmerte sich nicht darum, ob manihn erwartet hatte oder nicht. Wahrscheinlich aber hatte seinAuge sich auch längst an den Anblick all der grimmigen For-men gewöhnt, in welchen der Wilde seinen Feinden entgegen zutreten pflegt. Er lächelte sogar, als er die ganze Gruppe durcheine Handbewegung begrüßte, welche als ein Erkennungszeichen gel-ten konnte.
In diesem Augenblicke, wo das Feuer am Hellsten aufflackerteund die Häuptlinge sich in dessen Bereich hcrandrängten, bemerktele Bourdon seinen alten Bekannten, den Häuptling der Pottawatta-mies, unter den übrigen Kriegern, welche sich in solcher unheilver-kündenden Weise auf dem Gebiete versammelten, welches er solange ganz allein inne gehabt hatte.
Einige der ältesten Häuptlinge näherten sich jetzt Peter undeine leise Unterhaltung entspann sich zwischen ihnen. Le Bourdonkonnte natürlich nichts von dem, was man sprach, hören, denn cswurde selbst in dem düstern Kreise der Wilden, welche das Feuerumgaben, nicht vernommen. Dieses geheime Gespräch hatte jedochzur Folge, daß alle Häuptlinge auf dem 'Rasen und kreisförmig umdas Feuer Platz nahmen.
Es entsprach le Bourdon's Wünschen, daß Peter und sein Ge-fährte sich seinem Sitze gerade gegenüber niederließen, denn aufdiese Weise war er im Stande, jeden Zug des merkwürdigen Ge-sichtes dieses merkwürdigen Häuptlings zu beachten.
Während die Gesichter aller rothen Männer umher bemalt wa-ren, war cs das Peter's nicht, von der natürlichen Farbe abgesehen,welche wie Kupser war, das ein wenig verbraucht oder von derLuft angegriffen aussah. Der Bienenjäger konnte jeden Zug ganz