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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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gefunden, und mehrere hatten ihn gekostet und für schmackhaft er-klärt. Wie gewöhnlich war dadurch der Wunsch nachmehr" regegeworden, ein Wunsch, welchem sich ein indianischer Gaumenselten entschlägt, wenn es sich von dem Genüsse starker Getränkehandelt.

Peter hörte die Bitte mit ernster Würde und willigte ein, ihrzu entsprechen. Er war, wie wir bereits bemerkt haben, vonAberglauben nicht ganz frei, hielt cs jedoch für unmöglich, daßWhiskey in Strömen ans einem lebendigen Felsen hervorsprudelnsollte. Dennoch war er gewillt, die bezauberte Stelle in Augen-schein zu nehmen, den Duft zu riechen und sich Aufklärung überdie List zu verschaffen, durch welche der Bicneujäger die unerfah-renen Wesen, in deren Hände der Zufall ihn geworfen, getäuschthatte.

Während die jungen Männer die Stellen, wo der Gernch amstärksten war, mit großem Eifer andeuteteu, bewahrte Peter denunerschütterlichsten Ernst. Er kniete nicht, wie die übrigen Häupt-linge, nieder, um den Duft zu riechen, denn ein angcbornes Schick-lichkcitSgefühl sagt ihm, dieß sei gegen seine Würde, er beobachteteaber scharf und faßte mit echt indianischer Aufmerksamkeit jedenkleinsten Umstand in das Auge, welcher ihn der Entdeckung derWahrheit näher führen konnte.

Ehrfurchtsvoll und bewundernd stand die Schaar umher undschaute auf Ouoah's Thun. Es war ihm gelungen, sich einer mo-ralischen Gewalt über die Indianer des Nordwcsten zu versichern,wie sie nie ein rother Mann in jenen weiten Gebieten besessen hatte,Die Weißen hörten kaum von ihm, wußten nichts von seiner Le-bcnsgeschichtc und noch weniger von seinem wahren Charakter, dennBeide waren in de» Schleier des Geheimnisses gehüllt.

Diese Unkunde der Blaßgcsichter jener Zeit darf uns nicht inErstaunen setzen. Sie verstanden ihre eigenen Führer nicht, ge-schweige die Führer der Kinder der Lichtungen, der Prairien und