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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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jungen Männern dort gewesen, aber keiner von ihnen hat so vieleScalpe crdentet. Auf diese Art muß man die weißen Tauben ab-haltcn, in Schaaren über uns zu fliegen, welche die Sonne ver-dunkeln und bedecken."

Ein neues Murmeln der Bewunderung durchlief die Sckaar,als jeder der jungen Krieger sich verbeugte, um die Scalpe zuzähle» und auf die Zeichen zu achten, au welchen sie Alter, Ge-schlecht und Stand der verschiedenen Opfer zu erkennen pflegen.Hier gesellte sich den hundert durch das Gerücht verbreiteten Bei-spiele» von der Kühnheit des gchcimnißvollen Onoah ein neueshinzu, hier zeigte sich ihnen abermals ein Beweis von seinem un-vertilgbarcn Hasse gegen das Geschlecht, welches sich langsam, aberunaufhaltsam in ihr Gebiet ciudrängte und sic ans den Wäldernvertrieb, wo ihre Väter gejagt hatten.

Sobald dieser kurze Ausbruch des Gefühls beschwichtigt war,wurde das Gespräch wieder ausgenommen.

Wir haben ein Blaßgesicht, einen Medizin-Mann, bei unsgehabt, Onoah," fuhr Krähcufcdcr fort,und er hat unsere Au-gen so geblendet, daß wir nicht wissen, was wir von ihm denkensollen."

Der Häuptling erzählte nun die Hauptbegcbnisse, welche denBesuch des Biencnjägers begleitet hatten, berichtete Alles einfach,wie er cS aufgefaßt, und gestand offen, daß selbst die Häuptlingenicht wußten, was sic von dem Vorfälle denken sollten. Nach dieserDarlegung theilte er dem gehcimnißvollen Onoah die Geschichtevon ihrem Gefangenen, von dem Morde des Hirschsußes, ihrer Ab-sicht, den gefangenen Chippewa am Morgen zu martern, und seinerFlucht, sowie von dem Verluste ihres jungen Kriegers und demEntkommen ihrer unbekannten Feinde, welche ihnen alle Eanoesgeraubt, mit. Inwiefern der Medizin-Mann bei den übrigen Be-gebnissen der Nacht betheiligt gewesen, bekannte Kräheuseder offen,