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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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gute Gelegenheit dazu findet. Wir haben gewiß kein Recht, zu er-warten, daß Ihr eine Minute länger bleibt, als Euer InteresseLieß heischt, auch wüßte ich nicht, daß ich dieß wünschte."

Ihr wünscht es nicht?" rief der Bienenjäger in dem Toneder Enttäuschung.Ich glaubte, meine Gesellschaft sei Euch nichtunerwünscht, nun ich aber das Gcgentheil weiß, wird eS mir gleich-gültig sein, wann ich von hier scheide oder in welche Hände ichfalle,"

Es ist auffallend, wie leicht die sich mißverstehen, deren Ge-danken und Gefühle so harmonisch gestimmt sind. Margaret hattevierundzwanzig Stunden früher den Bienenjäger nie gesehen, ob-gleich sie von ihm und seiner Geschicklichkeit in seiner Kunst oft ge-hört hatte, denn der Ruf eines tüchtigen, thätigen Mannes ver-breitet sich weit an den Grenzen. Wo wenige und weit getrennteAnsiedelungen sind, stricht man von Leuten, die man in einer be-völkerten Gegend kaum beachten würde, hundert Stunden von ih-rem Wohnort und kennt ihre Eigenschaften. Auf diese Weise hatteMargaret auch von dem Bicucnjagcr oderBourdon" gehört, wiesie ihn gleich vielen Anderen nannte, welche glaubten, dieß sei seineigentlicher Name. Margaret hatte von dem Französischen keineweitere Kenntniß, als die wenigen Wörter, welche sie auf ihremlangsamen Zuge die Grenze entlang gelernt hatte, wo man sich da-mals dieser Sprache allerdings mehr als einer andern bediente, siehatte sie aber unter Umständen sprechen hören, welche für die Er-lernung einer fremden Sprache eben nicht sehr günstig waren.Hätte sie gewußt, wasBourdon" eigentlich bedeutet, so würdesie Boden gewiß nie bei diesem Namen genannt haben, obgleich derBienenjäger selbst an seinen canadischen Beinamen so gewöhnt war,daß er sich nichts mehr daraus machte. Aber Margaret kränkteNiemand absichtlich, und am allerwenigsten würde sie gewünschthaben, dem Bienenjäger wehe zu thun, obgleich sie ihn nur seitwenigen Stunden kannte.