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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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jetzt gab sich der Bicnenjäger dem Gedanken hin, Taubenflügetmochte nach einem neuen Scalp ausschauen.

So unangenehm lc Bourdon dieser Gedanke mar, wollte er dochdie Gelegenheit, welche das fremde Canoe, das auf die Wil-den Jagd zu machen schien, ihm darbot, nicht unbenutzt lassen,um sein eigenes, leichtes Boot nach vornen zu drängen, erarbeitete sich immer tiefer in den milden Reis, der sich jetzt aufeine beträchtliche Strecke von dem Ufer hinzog und so dicht wurde,daß er fast keine Möglichkeit sah, durch die wogende Masse weiterzu dringen.

Durch diese Anstrengungen erschöpft und seiner Stellung nichtganz gewiß, gönnte unser Held sich endlich einen Augenblick Ruheund lauschte aufmerksam auf irgend einen Ton, welcher seine künf-tigen Bewegungen leiten könnte.

Unterdessen schwieg der Anruf der Wilden, weil sie wabrschein-lich ahnten, daß der Flüchtling daraus Vortheil ziehen dürste. DerBienenjäger begriff vollkommen, daß seine Verfolger wissen muß-ten, wie wenig Hoffnung er habe, windwärts zu kommen, und daßsie sich, wie er selbst, des Flnßnsers entlang halten würden, in derHoffnung, früher oder später sein Boot vom Winde auf den Sandgeschleudert zu sehen. Dieß hatte ihn gespornt, sein (Lanoe mög-lichst weit gegen den äußern Saum des Reises zu drängen, und nachden einzelnen Windstößen, welche er dann und wann fühlte, hoffteer, seine Absicht ziemlich erreicht zu haben.

Dennoch war er der Wilden wegen stets noch in Besorgniß,denn sie konnten leicht auf den Gedanken kommen, ganz in den Flußhinaus zu schwimmen, nicht nur, um nach ihm auszuschauen, son-dern auch, um sich in dem Jrrgewinde des Reises nicht zu verlie-ren. Nur in den natürlichen Oeffnungen der Pflanzen, deren esviele gab, konnte ein Schwimmer voran kommen und sich geborgenwissen. Auch hielt der Bienenjäger ein längeres Warten für das