Demgemäß näherte er sich dem Feuer nicht, sondern wendetesich um den Fuß des Hügels und blieb hinreichend im Einflüssedes Lichtes, um seinen Weg zu finden, und doch so fern davon,daß er von einer Art geheimnißvoller Dämmerung umhüllt, ent-lang schritt.
Als er jedoch der den Wilden bekannten Duftstelle gegenüberwar, bemühte sich die Schaar, ihn durch Geberden und Winke,und endlich durch unmittelbare Ansprache, er sei auf einem falschenWege, an jenen Platz zu führen. Unser „Medizin-Mann" ließ allediese Zumuthungen unbeachtet und schritt ruhig und feierlich derStelle an dem Fuße des Hügels zu, wo das volle Fäßchen, wie erwohl wußte, seinen Inhalt ausgegosscn hatte, und wo er mit ziem-licher Gewißheit so viel Spuren des Whiskeys zu finden hoffte, alszu seinen Zwecken nöthig waren.
Diese Hartnäckigkeit reizte anfangs die Wilden, welche glaub-ten, er irre sich, wenige Worte aber von Krähenfcdcr, dem vornehm-sten Häuptlinge, reichten hin, jene Unruhe zu beseitigen. Nachdemle Bourdon noch einige Minuten fortgeschritten war, machte er ander fraglichen Stelle Halt. Da der frische Geruch des Whiskeyshier sehr auffallend war, erhob sich unter dem Geleite ein Mur-meln der Bewunderung, welchem sich freudiges Entzücken sehr ver-nehmbar beigeselltc.
„Nun laßt die jungen Männer mir ein Feuer anzünden," sagteder Bienenjäger feierlich, „kein Feuer, wie cs aus der Anhöhebrennt, sondern ein Medizin-Feuer. Ich rieche die Whiskey-Quelle und muß ein Medizin-Licht haben, um sie zu sehen."
Ein Dutzend junger Männer begannen Gcnist und Zweige zu-sammen zu tragen, und in einer Minute erhob sich ein Holzhaufcnvon ziemlicher Größe auf einem flachen Fels, kaum zwanzig Fußvon der Stelle, wo, wie le Bourdon wußte, das Fäßchen geplatztwar.
Als ihm der Holzstoß groß genug schien, sagte er Krähenfeder,