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gossen. Hier war der Boden an einzelnen Stellen noch feucht undder Geruch so stark, daß kein Zweifel mehr blieb, das Bcgebniß,in dessen Folge ein in den Augen der Pottawattamies so köstlichesGetränk zufällig vergeudet worden, mußte vor kurzer Frist stattge-funden haben, denn die Wilden konnten nicht annehmen, daß einvernünftiger Mensch das Getränk absichtlich vernichtet habe.
Alle diese Bewegungen, Gebcrden und Kniebeugungen derWilden entgingen dem Bienenjäger nicht. Wir sagen „Kniebeu-gungen" , denn fast alle Indianer ließen sich auf ihre Kniee niederund brachten ihre Nasen an den Boden, um den Dust des gelieb-ten Whiskey in sich zu ziehen, — einige aus Neugierde, andereum wenigstens diesen Tantalus-Genuß zu haben, wenn ein bessererihnen versagt war.
Le Bourdon hatte aber Recht, wenn er annahm, die Sache seidamit noch nicht abgcthan. Die meisten Indianer waren zwar mitdem Gerüche des Whiskey's aus Liebe zu dem Getränke beschäf-tigt, einige wenige dachten aber über den Vorfall mit all' derSchärfe nach, welche den gewandtesten Naturforscher hier hätte lei-ten können. Ihnen war cs klar, daß dieser Whiskey vor nicht lan-ger Zeit, vielleicht erst vor wenigen Stunden auSgegossen wordensein konnte, sowie daß menschliche Hände ihn dahin gebracht undausgegossen hatten. Zu einem solchen Schritte mußte man einenwichtigen Grund haben, und dieser Grund stellte sich ihrem Scharf-sinne sofort dar. Man mußte ihre Annäherung bemerkt und dasGetränk vernichtet haben, weil man cs nicht rasch genug beseitigenund ihnen so die Beute entziehen konnte. Selbst die genaue Weise,wie man mit dem Whiskey verfahren, leuchtete einigen der Häupt-linge ein, welche, an diese Art Geistcsübung gewöhnt, Thatsachenfolgerecht an einander reihten und zu ebenso richtigen Schlüssengelangten, wie der Gelehrte in seinen Forschungen über Fragenhöherer Art. Aber sie behielten diese Folgerungen für sich, auchwaren sie noch ziemlich in Zweifel gehüllt, so daß man annehmen