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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Hilfe meines Glases hoffe ich, mich über ihr Vorhaben und ihreGesinnungen besser zu unterrichtein"

Der Bicncnjäger stieg nun wieder aus seinen Baum, au dessenFuß ihm Margaret langsam folgte, denn Blüthe fühlte sich mächtiggedrungen, ihn zu begleiten, während mädchenhafte Schüchternheitsie zurückbalten zu wollen schien, aber die Angst und der Wunsch,das Schlimmste sobald als möglich zu erfahren, behielten die Ober-hand.

Sie haben ein loderndes Feuer augezündct, und das ganzeInnere der Hütte ist so hell, als brennten hundert Fackeln dort,"sagte le Bourdon, welcher sich in den Zweigen seines Baumes sorg-sam eingcnistet hatte.Es schwärmen eine Menge rothe Teufelum die Hütte und deren Nähe, und, wie es scheint, haben sie Fischesowie Wildpret, um sich ein Abendmahl zu bereiten. Ha, da fliegtnoch mehr trockenes Gestrüpp auf das Feuer, um das Gemälde zuerleuchten, cs ist fast Heller als am Tage, lind sich, so wahr ichlebe, sie haben einen Gefangenen bei sich."

Einen Gefangenen!" rief Margaret in dem sausten Toneweiblichen Mitgefühls.Doch keinen Weißen, hoff' ich?"

Nein, es ist eine Rothhaut, wie sie Alle. Doch wartet, ichmuß mein Glas besser richten. Ja, es ist so, ich hatte cs sogleichgedacht."

Was ist so, Bourdon, und was hattet Ihr sogleich ge-dacht?"

Ihr werdet Euch erinnern, Blüthe, daß Euer Bruder und ichvon zwei Indianern sprachen, welche mich in den Lichtungen be-suchten. Der Eine war ein Pottawattamie, der Andere ein Chip-pcwa. Den Erstereu fanden wir, bald nachdem er uns verlassenhatte, todt und der Hirnhaut beraubt. Der Letztere ist dort, vorjener Hütte, gefesselt, ein Gefangener. Er hat den Weg nach FortDeaborn über den See genommen, und ist trotz seiner List undEntschlossenheit in feindliche Hände gerathen. Glücklich mag

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