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wenn sich eine Gelegenheit bot, sie zu brauchen. In dieser Bezie-hung war ihr vielleicht das umschweifende Leben ihres Bruders zustatten gekommen, da cs sie gehindert hatte, sich in der Weise zubeschäftigen, welche ihren Lcbensverhältnissen angemessen war.
Dennoch zeigte Margaret jene glückliche Mischung von Zart-heit und physischer Kraft, welche vielleicht bei amerikanischenMädchen ihres Standes öfter gesunden wird, als bei den Mädchenirgend einer andern Nation, und bei weitem öfter, als bei derjungen Amerikanerin, welche der Nothwendigkeit zu arbeiten über-hoben ist.
Das Gesicht dieses schönen Wesens drückte, als sich ihr einFremder näherte, Erstaunen und Freude aus, — Erstaunen, daßGershom in einer solchen Wildniß Jemanden begegnet sein konnte,
— und Freude, daß der Fremde ein weißer Mann war und, wieder Augenschein ergab, ihres Bruders Leidenschaft für das Feuer-wasser nicht theilte.
„Ihr seid Blüthe," sagte der Biencnjäger und faßte die Handdes halb widerstrebenden Mädchens so freundlich und achtungsvoll,daß sie sie nicht zurückziehen konnte, während sie zweifelhaft war,ob es schicklich sei, einen völlig Unbekannten so zu empfangen,
— „dieBlüthe, von welcher Gershom Waring so oft und so liebe-voll spricht?"
„Ihr seid also meines Bruders Freund?" antwortete Marga-ret mit einem so holden Lächeln, daß le Bourdon's Blicke mit Ent-zücken an ihr hingen. „Wie freuen wir uns, daß er zurück ge-kommen ist! Fünf schreckliche Nächte sind Schwester und ich hierallein gewesen, und jeden Busch haben wir für einen rothen Manuangesehen."
„Die Gefahr ist jetzt vorüber, Blüthe, Ihr habt aber noch einenFeind hier, welcher besiegt werden muß."
„Einen Feind? Es ist Niemand hier als Dorchen und ich.Niemand ist in unserer Nähe gewesen, seit Gershom nach dem Bie-