80
„ So sch' ich Euch gern, Gershom, und dieser Augenblick machtmich fast zu Euerem Freunde. Der Mann, für welchen ein Weibso besorgt sein kann, — dem eine Frau — nein, Frauen, dennIhr sagtet mir, Eure Schwester gelte gleichfalls als ein GliedEuerer Familie, — der Mann, dem anständige Frauen an ei-nen Ort, wie dieser, folgen können, muß gute Eigenschaften ha-ben. Jenes Weib weint, und gewiß weint sie vor Freude über EuereRückkehr."
„Das würde Dorchcn sehr ähnlich sehen, fie hat dieß schonfrüher gethan und ich zweifle nicht, daß sie cs wieder thut," ver-setzte Waring, und die Anstrengung, welche es ihn kostete, zu spre-chen, ohne seine Erregung zu verrathen, erstickte ihn fast. „Wendetdas Canoe der Landspitze zu und laßt mich dort aussteigen. Ichmuß hinauf und der armen Dorchen ein freundliches Wort sagen.Ihr könnt indessen weiter rudern und Blüthe sagen, daß ich in derNähe bin."
Der Bienenjäger willigte schweigend ein, und während er fort-rnderte, blickte er neugierig die Ufersteile hinauf, um zu sehen, wiedas Weib wohl aussehe, das Whiskey Herz zur Gattin erkoren. Zuseinem Erstaunen war Dorothea Waring nicht nur anständig, son-dern zierlich gekleidet und hatte das Ansehen, als wenn sie — inder Hoffnung, ihren leichtsinnigen, unglücklichen Gatten bei derRückkehr in seine Wald - Heimath zu bewillkommnen — auf ihreäußere Erscheinung viele Sorgfalt verwendet hätte. Dieß sagte einrascher Blick dem Bienenjägee, während sein Gefährte landete, denndas Zartgefühl hielt ihn ab, seinen Blick länger aus dem Weibeverweilen zu lassen.
Während Gershom das User Hinanstieg, um seiner Frau ent-gegen zu gehen, ruderte le Bourdon weiter und legte unmittelbarunter dem Wäldchen an, in welchem die Hütte stand, der er als-bald entgegen schritt.
Vielleicht ließ ihn seine lange Abscheidung von dem anderen