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„Und wer ist Amsel, und was ist's mit ihm?"
„Das zwei Fragen," erwiederte der Chippewa lächelnd, undhielt zu gleicher Zeit zwei Finger in die Höhe, um seinem Ver-weise Nachdruck zu geben. „Amsel aus Kriegspsad. Wenn Kriegerauf diesem Pfad, er Scalp nehmen, wenn er ihn bekommenkönnen."
„Wo wären aber seine Feinde? Es finden sich in diesem Theiledes Landes keine Weißen, als da und dort ein Handelsmann, oderein Bibersänger, oder ein Bienenjäger, oder ein Voyageur."
„Nehmen seinen Scalp, in Kriegszcit alle Scalp gut. Nichtsehr eigen drunten zu Montreal, Besatzung zu Chicago klein."
„Ihr glaubt also, Amsel ziehe auf Chicago los? In einemsolchen Falle müßtet Ihr dem Pottawattamie zuvorzukommen undden Platz bei Zeiten zu erreichen suchen, um die Mannschaft vonder drohenden Gefahr zu benachrichtigen."
„Sogleich nach Frühstück aufbrechen. Aber nicht gradausgehen dürfen, sonst Pottawattamie sehen Spur von Mocassin.Müssen ihn von Spur abbringen."
„Sehr richtig. Ich bin aber überzeugt, Ihr seid verschlagengenug, dieß zweimal zu thuu, wenn es nöthig ist."
In diesem Augenblicke kam Gershom Waring gähnend wie einJagdhund und seine Arme dehnend und streckend, als hätte ihn derSchlaf unendlich ermüdet, aus der Hütte. Als der Indianer die-sen Mann sah, mahnte er durch einen Wink zur Vorsicht, währender halb leise sagte:
„Wie sein Herz? Mnkee oder britisch? Montreal gern haben,he? Sehr guter Scalp. König Georg gern haben, he?"
„Ich glaube kaum, weiß es aber nicht gewiß. Er ist jedochnur ein armseliges Blaßgeficht, und cs liegt wenig daran, aufwelche Seite er tritt. Es lohnte sich kaum der Mühe, seinenScalp zu nehmen, weder von englischer, noch von amerikanischerSeite."