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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Gibt es etwas Neues unter den Stämmen?" fragte der Bie-nenjäger, nachdem er eine passende Weile gewartet hatte, um sichnicht den Schein zu geben, als treibe ihn weibische Neugierde.

Hirschfuß blies einige starke Dampfwolken ans, che es ihm be-liebte, zu antworten. Dann nahm er mit unerschütterlicher Ruhedie Pfeife aus dem Munde, blies die Asche ab, drückte das Feuerein wenig nieder, brachte den Tabak durch einige neue Züge frischin Brand und sagte dann würdevoll:

Fragen meinen jungen Bruder er Läufer er wissen."

Taubenflügel schien aber kaum mitthcilendcr zu sein, als derPottawattamie. Er dampfte in ruhiger Würde fort, während derBienenjäger geduldig harrte, bis cs seinem jünger» Gaste gefallenwürde, ihm zu antworten.

Dieser Augenblick ließ sich einige Zeit erwarten, kam aberendlich. Fast fünf Minuten nach des ältcrn Indianers Bemer-kung brachte der Chippewa oder Ojcbway seine Pfeife vom Munde,schaute sich höflich nach seinem Wirthe um und sagte mit Nach-druck:

Schlechte Sommcrneuigkeiten bald. Blaßgesichter rufen jungeLeute zusammen und graben Streitaxt aus."

Ich habe etwas davon gehört," versetzte le Bourdon mit ver-düstertem Antlitz,und fürchtete, es dürfte wohl so kommen."

Mein Bruder auch Streitaxt ausgraben, he?" fragte Tau-benflügel.

Warum sollte ich dieß? Ich bin allein hier in den Lichtun-gen, und es wäre thöricht, wenn ich daran denken wollte, mich ineinen Kampf cinzulassen."

Haben keinen Stamm, nicht Ojebwap, nicht Pottawattamie,

he?"

Ich habe meinen Stamm, so gut wie jeder Andere, Chip-pewa, sehe aber nicht, was ich ihm hier sollte nützen können. Wenndie Amerikaner und Engländer sich bekämpfen, müssen sie dieß weitDer Bieneipäger. 3