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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Faß mit Mehl, sein Faß mit Salz, gedörrtes und geräuchertesRindfleisch und was der Hinterwäldler, wenn er sich früh andas Siedlerleben gewöhnt hat, vor Allem liebt ein halbes Faßcingepökeltes Schweinfleisch.

Das Rinde-Canoe war geräumig genug, um alle diese Dingezu fassen, welche nur als Ballast für dieses empfindliche Boot dien-ten, und sein Eigenthümer rechnete darauf, daß ans der Rück-reise sein Honig dieselben Dienste leisten würde, wenn er die ver-schiedenen, eben genannten Vorräthe verzehrt oder vertauscht habensollte.

Der Leser lächelt vielleicht, wenn er von Tausch hört, undfragt, wo die wohl zu finden sein möchten, mit welchen ein Tauschabgeschlossen werden könne? Allein die großen Seeen und die zahl-losen Flüsse jenes Gebietes, so fern es auch von gewöhnlichenWohnsitzen des gesitteten Menschen war, boten mannigfache Ver-kehrmittel, welche dem regen Betriebsgeiste nicht entgehen konnten.

Die Indianer waren stets bereit, Felle und Pelz gegen Pulver,Blei, Büchsen, Blankete und leider gegenFeuerwaffer" zuvertauschen. Dann waren den weißen Männern, welche in dieseWildnisse vordrangen, Vorräthe, wie unser Held sie besaß, höchstwillkommen, und sie boten Uhren, Büchsen, und was sie sonst zu-fällig besaßen, selbst ihre Weiber und Kinder zum Austausche.

Wir würden jedoch le Bourdon Unrecht thun, wenn wir ihn inirgend einer Weise der schachernden Rasse beigesellten. Er war einBienenjäger, ebenso sehr aus Liebe zu der Wildniß, und aus Liebezu Gefahr und Abenteuer, als aus Liebe zum Gewinn. Er hattegewiß den Beruf ergiebig gefunden, sonst hätte er ihn ohne Zweifelwieder aufgegeben; mancher Mann aber, ja, wir dürfen sagen, diemeisten, selbst aus der Gesellschaftsklasse, welcher er angehörte, -hätten seinen reichlichen Verdienst für zu mühsam erworben ange-sehen, wenn er nur dadurch erkauft werden konnte, daß man alleinUmgänge mit seinesgleichen entsagte.