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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
28
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ein Jrrthum, wie Jeder sogleich sehen kann, der mich gehöriganschaut."

Ben schaute ihn an und kam zu einer anderen Schlußfol-gerung.

»Ist sie so blühend, weil Ihr sie Blüthe nennt?" fragte derBienenjäger,oder ist sie so jung?"

Das Mädchen ist ein wenig von beidem. Dorchen ist meineFrau und Blüthe ist meine Schwester. Der eigentliche Name derletzteren ist Margery Waring, alle Welt nennt sie aberBlüthe",und so habe ich mich in die Sache gefügt und halte es wie dieUebrigen."

Wahrscheinlich minderte sich das Interesse le Bourdon's andieser Blüthe der Wildniß in hohem Grade, sobald er hörte, sie seimit dem Whiskey Herzen so nahe verwandt, Gershom war nichtsweniger als einnehmend und Vieles deutete augenfällig darauf hin,daß er den Spitznamen verdiente, welchen, wie cs sich späterherausstellte, die westlichen Abenteurer ihm und seiner Woh-nung zumal gegeben hatten, so daß Niemand von anständig nüch-ternen Sitten leicht an etwas Gefallen finden konnte, das zu ihmgehörte.

Mochte dem nun aber sein, wie ihm wollte, der Bienenjägertrat in seine Hütte und die drei Fremden folgten ihm ohne nutzloseFörmlichkeiten.

Das Innere des Shanty, um uns des landesüblichen Aus-drucks zu bedienen, war für eine Wohnung, welche ein Junggesellesich in einem so entlegenen Thcile der Welt eingerichtet hatte, un-gemein reinlich und ansprechend. Der Honig war in niedlichen,Ichön geformten Fäßchen auf eine Seite des Zimmers sorgfältiganfgesiapelt, so daß er möglichst wenig Raum einnahm und dasGemach eher zierte als verunstaltete. Le Bourdon hatte diese Fäß-chen >elbst gemacht und man sah, daß er sich in diesem Gewerbe dasnöthige Geschick erworben hatte. Die Wälder lieferten stets reichen