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Dinge nur von einer Seite in das Auge und legen an alleGrundsätze das Maaß ihres eigenen Verstandes. Wennwir das Vcrhältniß der Gottheit zu unS begreifen konn-ten, wie wir unser Verhältniß zu ihr begreifen, so dürftesich vielleicht ein scheinbarer Grund zu diesen Zweifeln auf-finden lassen, da dieß aber nicht der Fall ist, muß manjeden Versuch, Dinge zu erklären, für deren Verständnis;unser Geist noch nicht hinreichend gereift und ertüchtigt ist,nicht nur für eitel, sondern für sündhaft erklären. Werfenwir einen Blick auf Italien. Die Erniedrigung, welcherdiese schone Halbinsel sich zu entwinden strebt, ist die Fruchtlang genährter Zwiste und deö eisernen Despotismus einesEroberers, welcher unter der Maske und mit den Phrasender Freiheit nur für sich selbst kämpfte. Wahrscheinlich hateS nie eine höher gesteigerte Selbstsucht gegeben, wie dieNapoleon's war, unv dennoch hinterließ sie, gleichsam zu-fällig, manches fruchtbare Saamcnkorn geistiger Freiheit,welches vielleicht kräftige Wurzeln schlägt. So ist cs stetsmit dem Fortschritte der Gesellschaft. Aus dem Nebel scheintGutes zu entsprießen und die unerforschlichcn Wege derVorsehung werden eher durch allgemeine Ergebnisse, als durchEinzelfälle gerechtfertigt, in welchen ihre Hand sichtbar wird.Die Anwendung dieser Bemerkungen überlassen wir deinScharfsinne derer, welche Geduld genug haben, daS Werk,welches wir ihnen hier verlegen, zu durchlesen.
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