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die Dry-Tortugas, und ließ sic da bestatten, wo die früher Er-trunkenen ruhten. Don Juan wurde neben seinem unglücklichenLandSmanne, dem Befehlshaber seines gleichfalls unglücklichenSchooners, bestattet.
Während Harrt' abwesend und so beschäftigt war, weinte undbetete Rosa. Ohne den jungen Mann, welchem sie erst vor wenigenTagen Herz und Hand geweiht, hätte sie sich fast allein in derWelt gewähnt. Dieses neue Band war allerdings wichtig genug,um den in ihrer Lage nur zu natürlichen Gefühlen die Wagschalezu halten, und sie wendete sich demselben als dem einzigen zu, inwelchem sich fast alle Pflichten ihres künftigen Lebens vereinigten.
Dennoch vermißte sie die Güte, die Sorgfalt, selbst dieSchwäche ihrer Tante, und bebte vor Schrecken, so oft sie darandaä'tc, auf welche gräßliche Weise Mistreß Budd um das Lebengekommen war. 'Auch der armen Biddy gedachte sie mit großemLeidwesen. Dieses treue Geschöpf, welches seit Rosa's Kindheit inden Diensten der Wittwe gewesen, war ihr trotz seines rauhen We-sens und seiner wirren Gedanken durch die Wärme und selteneTreue seines Herzens theucr geworden. Biddy war allein nachAmerika gekommen, und nicht nur ihre Geschwister, sondern auchihre Eltern lebten noch in der Hcimath. Jedes Jahr wandertewenigstens die Hälfte ihres Verdienstes nach Irland, und mancherhalbe Dollar, welcher von 'Rosa's schöner, kleiner Hand kam, wurdein Gold verwandelt, und folgte demselben frommen Wege nach dergrünen Insel ihrer Heimath. —
O unglückliches Irland! In welcher bittern Noth schmachtenjetzt deine Armen. Hier, inmitten des Ueberflusscs, in einem Lande,welches Gott weit über die Gränzen menschlichen Bedarfs gesegnethat, in einem Lande, wo man nie die Hungersnoth kannte, hörenwir in diesem Augenblicke dein Stöhnen, und hören Berichte vonDuldungen, welche uns fast unglaublich scheinen. Während wirvon Liesen schauderhaften Berichten lesen, finden wir in einem