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28 (1854) Kapitän Spike, oder die Golf-Inseln : Roman
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des armen Weibes glänzten, und sic wendete sich halb zur Seite,als wollte sie ihr Gesicht verbergen, auf welchem sich ungewöhn-liche Erregungen ausprägten.

Rosa hielt es für das Beste, Mann und Frau allein zu lassen,und fand Mittel, unbeachtet aus dem Gemache zu gleiten.

Spike blickte fortwährend auf das seltsam aussehende Weib,mit welchem er jetzt allein war. Nllmählig kehrte seine Erinne-rungskrast zurück, und mit ihr das volle Bewußtsein seiner Lage.Er mochte der unbedingten Gewißheit seines Todes noch nicht ganzinne geworden sein, mußte aber fühlen, daß seine Wunde sehr be-denklich sei, und daß die Entscheidung nicht fern sein könne.

Dennoch konnte er den Blick nicht von dieser seltsamen, unbe-kannten Gestalt abwenden, eine Gestalt, wie er sie nie vorher ge-sehen hatte, und welche, trotz ihrer jetzigen Kleidung, dem einenGcschlechte eben so gut wie dem andern anzugehören schien.

Was Hans betrifft, wir nennen Mary oder Molly Swashbei ihrem männlichen Namen, sowohl weil wir uns dessen stets be-dient haben, als auch weil der andere Name bei einem solchen We-sen ganz ungeeignet wäre, was Hans betrifft, so saß sie halbabgewendet, mit dem Gewände in der Hand und bemüht, die Nadelzu brauchen, aber völlig stumm da.

Sie wußte, daß Spike's Auge aus sie gewendet war, und einheimliches Gefühl sagte ihr, welche Veränderung Zeit, Mühsal undKummer an ihr hervorgebracht, und gern hätte sie diese Mängel inihrer äußern Erscheinung vor ihm verborgen.

Mary Swash war die Tochter und zumal die Frau einesSchiffskapitäns. Sic war, wie bereits bemerkt, in ihrer Jugendhübsch gewesen, und bis zu der Zeit, wo ihr Gatte sic verließ, konntesie für eine Frau von ansprechendem Aeußcrn gelten. Besondersihr Haar war von bemerkenswerther Schönheit und Fülle, und derAbstand zwischen den langen, schwarzen, glänzenden, vollen Locken,welche sie noch in ihrem dreißigsten Jahre umflossen, und den kur-

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