die Kriegsschluppe etwa eine Viertelmeile windwärts und hielt ge-rade über dem Spiegel der Brigg ab.
Kapitän Mull hätte jetzt das gejagte Schiff leicht vernichtenkönnen, er fühlte aber zu menschlich, als daß er es über sich ver-mocht hätte, in diesem Augenblicke Feuer geben zu lasse». Erwußte, daß die Brigg nicht mehr lange ausdanern könne, und er-wartete, daß sie alsbald Anker werfen werde, worauf er sich mittelstseiner Boote ihrer leicht bemächtigen konnte.
Er erwartete dieses Ergebniß so zuversichtlich, daß er Segelbergen ließ, indem er befahl, die Bramsegel zu beschlagen und diegroßen Segel aufzugeicn.
Mittlerweile hatte der Wind so aufgefrischt, daß er sich veran-laßt sah, aufzuwersen, wobei er einen doppelten Zweck im Augehatte.
Zur Verwunderung Aller an Bord der Kriegsschluppe setztedie Brigg ihre Fahrt fort, und stand bald eine volle Meile entfernt,denn sie war in dem Labyrinth der Klippenkettc nicht nur auf keinHemmniß gestoßen, sondern fand das Wasser immer tiefer und tie-fer. Dieser Umstand vcranlaßte Kapitän Mull, seine Pairbansspielen zu lassen. Er befahl, die Bomben eine Strecke jenseits derBrigg zu schleudern, damit sie sich den Wink merke und vor Ankergehe.
Während die Kanonen hcrgerichtet wurden, hielt Spike kühnauf seinen Kurs ab, denn er wußte, daß es jetzt Leib und Lebengalt, und begann seine Hoffnung schwach belebt zu fühlen, da ersah, daß er sich stets mehr von seinen Verfolgern entfernte, unddaß die Klippen ihn nicht einschloßcn. Dieselben Männer, welcheüber das gemurrt hatten, was ihnen ein zu großes Wagniß schien,ließen sich mehr oder weniger von demselben Gefühle beschleichen,und gingen daran, den ihnen jetzt zukommendeu Befehl, einen Ver-such zu machen, ob sie das Langboot in das Wasser lassen könnten,mit der besten Aussicht aus einen glücklichen Erfolg zu erfüllen.