vorhanden, warum Rosa sich nicht für die Störungen der vergange-nen Nacht, welche sie in dem Boote hingebracht hatte, entschädigensollte.
Unsere Heldin nahm demzufolge Besitz von ihrem kleinen Ge-mache, und warf sich in den Kleidern auf das Bett, während Mul-ford sich im Freien erging, da ihm dieß als das sicherste Mittelerschien, sich wach zu halten.
Die zehnte Stunde war jetzt vorüber, und vor eilf Uhr mußteder Mond ausgehen. Der Maat wußte somit, daß er nicht langezu warten brauchte, um Spike aus seiner Nähe abzichen zu sehen,— ein Umstand, welcher wenigstens ihm eine große Last vom Her-zen nehmen mußte. So lange er diesen grundsatzloseu und jetztfast auf das Aeußcrste gebrachten Mann in Rosa's Nähe wußte,konnte er sich nicht sicher fühlen, und während er auf der äußerenSeite der Insel, wo das Licht der Laterne ihn nicht verrathcukonnte, auf dem Sande auf und nieder wandelte, war sein Augefast ununterbrochen auf die Swash gefesselt, so ungeduldig, so eifrigharrte er jedes Zeichens einer Bewegung an ihrem Bord.
Der Mond ging auf, und Mnlsord hörte das willkommeneKlopfen in der Wagenremise, welches au Bord eines Kanffahrtei-Schiffes dem Rufe „Alle auf!" vorangeht. „Alle an das Anker-lichten, ahoi!" erscholl es, und in weniger als fünf Minuten ver-kündigte das Geräusch an Bord der Brigg, daß die Mannschaftden Anker zu heben begann.
Mittlerweile war es so hell geworden, daß der Maat es fürklug hielt, in das Gebäude zurückzukehrcu, und sich in dessenSchatten zu bergen. Er wollte Rosa nicht wecken, obgleich er wußte,daß die Abfahrt der Swash sie kaum weniger erfreuen würde, alsihn selbst. Er beschloß, zu warten, und sic in keinem Fall eher zuwecken, als bis er ihr ankündigen könne, alle Gefahr sei vorüber.
In Betreff ihrer Tante war Rosa nun sehr getröstet, da siewußte, Hans Tier würde Mistreß Budd Alles mittheilen, was mit