hatte, und der Rosa's Gunst zu haben schien, und die ihrer Tantewirklich in so hohem Grade hatte, daß er manche Nacht schlafloshinbrachtc.
Dann unterhielten fle sich von der Zukunft, welche ihnen ganzmit Blüthen geschmückt schien. Hundert Pläne tauchten auf, wur-den besprochen und fast ebenso schnell wieder ausgegeben, als fle ge-kommen waren. Ucber einen Gegenstand waren fle einig, sobalder in Frage kam. Harry sollte so schnell ein Schiff haben, alssich ein solches mit Rosa's Mitteln kaufen ließ, und die Verlobteversprach lächelnd, ihren Gatten auf einer gleise nach Europa zubegleiten.
„Ich wundere mich, liebe Rosa, daß meine Armuth sich nie alsein Hindcrniß gegen unsere Verbindung geltend machte," sagteHarry, welcher von der offenen Weise, wie seine Verlobte über ihrGeld zu seinem Gunsten verfügte, tief ergriffen war, „weder Euch,noch Mistreß Budd scheint es je eingefallen zu sein, welcher Unter-schied in dieser Hinsicht zwischen uns ist."
„Was ist die Kleinigkeit, die ich mein neune, Harry, im Ver-gleiche mit Euerm Werthe. Meine Tante, wie Ihr sie nennt,glaubte sogar, ich gewänne bei diesem Tausche."
„Wahrlich, ich bin Mistreß Budd unendlich verpflichtet —"
„Tante Budd! Ihr müßt sagen lernen: meine Tante Budd,Herr Mulford, wenn Ihr mit ihrer unwürdigen Nichte in Friedenleben wollt."
„Tante Budd also," antwortete Harry lachend, denn diesenAbend kam das Lachen leicht. Tante Budd, wenn Ihr cs so wollt,Rosa. Ich kann nichts dagegen haben, Euch darin, wie in allemAnderen, zu Willen zu sein."
»Ich glaube, wir stehen uns jetzt nahe genug, Harrv, um Eucheinige Fragen in Betreff meiner Tante vorzulegcn," fuhr Rosa fort,und blickte verstohlen über ihre Schulter, als fürchte sic, belausch!