Theile des Riffes befand, wo das Wasser so flach war, daß er dar-aus fortwaten konnte.
Mulford fühlte, daß die Vorsehung ihn vom Tode gerettethatte. Seine Kraft war beinahe erschöpft, als er sich in dieserWeise auf einen Punkt geführt sah, wo er sein Leben vielleicht nocheinige Stunden oder Tage fristen konnte.
Er hatte Muße, um sich zu blicken und über das, was zunächstzu thun fei, uachzudenken. Fast ohne cs zu wissen, kehrte er sichum und suchte seinen schrecklichen Begleiter, dessen gierigen Rachener vor wenigen Minuten bereits geöffnet zu sehen glaubte, um seinOpfer zu verschlingen. Dort gleiteten die zwei hornähnlichen Flößennoch immer auf und nieder, und deuteten jede kleinste Bewegungdes schrecklichen Fisches an. Der Maat bemerkte, daß sie auf einekurze Strecke nach vornen schoßen, fast einen Halbkreis beschrieben,dann zurückkamcn und hinter ihm in derselben Linie hingleiteten,eine Bewegung, welche sie zu seiner Rechten stets wiederholten.Dieß deutete ihm klar an, daß zur Linken flaches Wasser sein müsse,und er watete in dieser Richtung fort, bis er eine kleine, nackteFelsenplatte erreichte.
Vorerst wenigstens war er in Sicherheit. Die Korallcnklippe,auf welcher der Maat stand, hatte eine unregelmäßige Gestalt,mochte aber, nach oberflächlicher Schätzung, hundert Fuß im Ge-vierte enthalten, und erhob sich so wenig über die Oberfläche desWassers, daß man sie, selbst am Hellen Tage, kaum auf eine Ent-fernung von hundert Ellen sah.
Mulford fand die Klippe sianz trocken, eine wichtige Entdeckungfür ihn, denn nach einer genauen Berechnung der Ebbe und Flutseit seiner Abfahrt von den Dry-Tortagas wußte er, daß die Flutihre höchste Höhe erreicht haben müsse. Wenn er sich nur dieseskleine Stück nackten Felsens sichern konnte, durfte er sich, für denAugenblick, für eben so reich halten, als es der größte Grundbe-sitzer auf Erden war.