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wir später schmerzlich entbehren würden. Und wir werden derSchwäche wohl anheimfallcn, wenn wir lange aus dem Wrackbleiben."
„HabtIhr je in dieser Weise zu leiden gehabt, Harry?" fragteRosa theilnehmcnd.
„Allerdings, und furchtbar. Aber die gütige Vorsehung kammir damals zu Hilfe, und wird mir auch jetzt beistehcn. Der See-mann muß stets auf den Tod gefaßt sein, und gewöhnt sich, am Randeder Ewigkeit zu wandeln."
Die Wahrheit dieser Worte war so einleuchtend, daß ihnen eingedankenvolles Schweigen folgte. Von Zeit zu Zeit schweifteneifrig besorgte Blicke über die weite Oberfläche des Meeres undden Horizont entlang, um nach einem Schiff auszugnckcn, abervergeblich. Keines zeigte sich, und der Tag schritt vor, ohne daßsich eine Aussicht auf Rettung darbot.
An den nun fast ganz gesunkenen Bekleidungen des Wracks sahMulford, daß sie langsam gegen Süden an dem Riff entlang ab-trieben, indem ohne Zweifel eine Strömung aus Nordwest leichteinwirkte. Diese Nähe des Riffes war jedoch kein Vortheil, dennes stand immer noch zu fern, als daß auch nur der Maat es hättewagen mögen, dahin zu schwimmen. Auch wäre man nicht besserdaran gewesen, wenn man eine Klippenplatte erreicht hätte, welchenur wenig unter dem Wasser stand, denn das Herumwaten aufeinersolchen Stelle schien weit weniger wünschcnswerth, als auf demMeere zu schwimmen, wie sie jetzt thaten.
Der Mangel an Trinkwasser drohte das bedenklichste Ucbel zuwerden. Die Gesellschaft auf dem Wrack hatte auch nicht einenTropfen süßen Wassers! Da die Hitze des Tages sich zu dem fie-berhaften Gefühle gesellte, das die Aufregung erzeugt hatte, warJedes von Durst bedrängt, obgleich Keines ein Wort darüber ver-lor. Sie wußten Alle, daß sie in dieser Beziehung ganz hilfloswaren, und zogen es daher vor, dieses peinlichen Gegenstandes nicht