laufen, und den Lootsen an die Küste geschickt oder entlassen haben,wie ich mich wohl ausdrücken muß, was mich daran erinnert, Euchzu berichten, daß diese Nacht erst eine Kanone auf uns abgcfeuertworden ist, und daß die Kugel so nahe an mir vorbeipfiff, daß ichsie so deutlich hörte, wie Ihr Rosy's Piano gehört habt."
„War' es nicht besser, wenn ich meiner Tante Spraguc sagte,was geschehen soll, wenn der Lootse entlassen ist?"
„Nein, schreibe nur erst von der Kanone, die auf uns abgcfeuertwurde, und dann von der Kugel, welche ich gehört habe. Ich hättedieses Abenteuer, das doch gewiß ein sehr merkwürdiges war, bei-nahe vergessen. War cs nicht merkwürdig, Buddy?"
„Gewiß, Missus, das war's! Und Miß Rosa darf in den Briefsetzen, wie wir Beide über den Schuß geschrieen haben, und ohneallen Zweifel eben so gut gehört worden sind, wie der Schußselbst."
„Sage nichts davon, Rosa, der Brief würde sonst viel zu langwerden. So, Liebe, schließe nun, wie du cs für gut findest, dennich glaube, ich habe deiner Tante Alles gesagt, was sie zu wissenwünscht."
Rosa endigte, wie man es von ihr verlangt hatte, den Briefmit wenigen schlicßlichen Worten, denn sie sagte sich mit Recht, dakein Lootse entlassen würde, könne auch der Brief nicht abgehcn.
Ihre kurzen, aber öfteren Unterhaltungen mit Harry Mulfordöffneten ihr die Augen, um nicht zu sagen, das Herz, und sic be-gann, Kapitän Spike in seinem wahren Charakter, welcher Ver-eines Schurken war, zu sehen. Der Maat hatte seinen Befehlshaberallerdings bisher nicht so schlimm beurtheilt, sondern eher die schöneBrigg und ihre treffliche Eigenschaft in ihrem Eigenthümcr undBefehlshaber als den Mann selbst gesehen; die Eifersucht hatte aberjetzt sein Auge geschärft, und in der letzten Woche hatte StephanSpike bei Harry Mulford bedeutend verloren. Der junge Mannwar schon früher einige Male entschlossen, aus ein anderes Schiff