Drittes Kapitel.
Das Werr war westlich eine Flamme,lind säst war schon der Tag dahin;
Man sah die Sonn' in, PnrpurgianzeDem Horizont entgegen zieh'»:
Da zeigte sich das srcmde Schiff,gast wo die Sonne will verglüh'».
Der alte Seemann.
^m kommenden Morgen zn jener Stunde, wo das Licht desjungen Tages die nächtigen Schatten verjagt, wurde die MollySwash in dem Düster der Hügel sichtbar, welche die Bai vonHempstead fast nach allen Seiten umgeben. Sie war unter leichtenSegeln, und ließ diese bald füllen; bald wendete sie, um in ihremVerstecke zu weilen, bis ein Ausguck gestattete, sich des Standesder Dinge nach außen zu versichern.
Nach einer halben Stunde war sie dem Eingang in die Buchtso nahe, daß die Ausgucker in der Höhe sich überzeugen konnten,die Küste sei „klar", worauf Spike das Steuer aufgehen und dieBrigg auf ihren Kurs wcghaltcn ließ.
In eben diesem Augenblicke betrat Nosa das Verdeck. DerSchlummer einer ruhigen Nacht hatte sie erquickt, und auf ihrenWangen strahlte eine Farbe, noch zarter, als die, welche eben amöstlichen Himmel aufgiühte, und fast eben so glänzend.
„Wir haben in diesem Stückchen Bucht die Nacht beigelegt,Miß Rosa, das ist Alles," sagte Spike, als er bemerkte, daßseine schöne Reisende erstaunt nmherblickte und überrascht schien,das Schiff so nahe an der Küste und, wie es ihr vorkam, in einerganz ungewöhnlichen Stellung zu finden. — „Ja, wir pflegen esimmer so zu halten, wenn wir eine Reise antreten. Die Brigg mußerst wieder ihre volle Segelkrast kennen lernen. Jst's nicht so, HerrMulsord?"