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oft einen Eindruck von Liebe mit mir genommen zu haben, welchernicht minder tief war als die Anbetung, zu der er mich anfgerufcn hatte.
Abermals verstrich uns ein ruhiger und verglcichungsweiseglücklicher Abend, an welchem ich mich mit Grace freimüthig übermeine Absichten besprach, indem ich ein Interesse am Leben in ihrzu erwecken, alte Eindrücke in ihr zu erneuern und sie zur Theil-nahme an meinen Gefühlen Hinzureißen suchte. Wäre ich vomFrühjahr an bei ihr gewesen, hätte ich die Erneuerung der Vege-tation und all die Freuden, welche gerade sie glücklichen und unschul-digen Gcmüthern beut, mit ihr genossen — mein Plan wäre viel-leicht gelungen, wie ich seither schon oft gedacht habe. Aber auch sohörte sie mir mit Aufmerksamkeit und scheinbar mit Vergnügen zu,denn sie sah, daß es zur Erleichterung meines Herzens diente.
Wir trennten uns erst, nachdem mich Grace wiederholt zumSchlafengehen aufgefordert und Chloe mehr als eine Vorstellunggemacht hatte, daß ihre junge Gebieterin die gewohnte Stundeüberschreite. Als ich meiner Schwester Zimmer verließ, begleitetemich die Negerin mit dem Licht, damit ich bei den verwickeltenWendungen und dem häufigen Ab- und Ansteigen in den altenGängen nicht fallen mochte.
»Nun, Chloe," begann ich im Weitergehen, »wie findest DuNeb? Hat er durch seine Kreuzfahrten auf dem Oceane gewonnen?und ist er vor Allem nicht tüchtig gebräunt?"
„Der Burscher!"
»Ja, allerdings ist er ein Bursche, und laß Dir nur sagen,Chloe, ein trefflicher Bursche noch obendrein. Wenn es ihm inDeiner Gunst von Vortheil seyn kann, falls Du die Wahrheit er-fährst, so will ich Dir sagen, daß auf dem ganzen Ocean keinbesserer Matrose als Neb zu finden ist, und daß ich ihn für ebenso wichtig wie den Hauptmast ansehe."
„Was seyn das, Master Mile?"